Freitag9. Januar 2026

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Ryanair-Boss lädt zum Schäferstündchen

Ryanair-Boss lädt zum Schäferstündchen

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Der Chef der irischen Billig-Airline stellte sich bei Twitter Fragen der Kunden. Dabei zeigte sich Michael O’Leary einmal mehr nicht von seiner besten Seite.

Ryanair-Chef Michael O’Leary hat eine ganz eigene Definition von Charmeoffensive. Um Kundennähe zu demonstrieren, startete die irische Billig-Airline am Montag einen Twitterchat, in dem User den CEO unter dem Hashtag #GrillMOL direkt befragen konnten. Doch statt mit höflichen Antworten konterte der exzentrische Ire mit derbem Humor – und teils auch ziemlich sexistischen Sprüchen.

So reagierte er auf die Frage einer Userin schlicht mit: «Nice Pic! Phwoaaarr! MOL» – also einem ziemlich eindeutigen Kompliment für das Profilbild der Fragenstellerin. «Wie kann es irgendwie angemessen sein, als Airline-CEO ein sexistisches Schwein zu sein?» war nur eine der Reaktionen, die der Tweet O’Leary einheimste.

Einladung zum Schäferstündchen

Einschüchtern liess er sich dadurch allerdings keineswegs. Auf die provokante Frage, ob er vorhabe, auch in den Frachträumen seiner Flieger Sitzplätze einzubauen und so noch mehr Geld zu machen, reagierte er mit der Antwort «Keine Sitze, Betten! Mile-High-Club-Anyone?» – lud also die gesamte Twitter-Community zum Schäferstündchen über den Wolken ein.

Ein weiterer Twitterer fragte, wie viele Gebühren Ryanair für die Fragen an den CEO verlange – und spielte damit auf die vielen Extra-Zahlungen an, die man bei Ryanair leisten muss. «Gute Fragen gratis, dumme 5 Euro», so O’Leary.

Kein Faux Pas

Dass das Verhalten des CEO ein echter Faux Pas war, ist aber unwahrscheinlich – auch wenn sich viele Internetnutzer von den Tweets angegriffen fühlten. Die Rüpelhaftigkeit ist ein Teil von Ryanairs Geschäftsmodell. Immer wieder schaffte der verrückte Ire es mit seinen Sprüchen und Auftritten in die Medien auf der ganzen Welt – und steigerte so die Bekanntheit seiner Airline.

Und ein bisschen Selbstironie beweist er ja immerhin auch. Was Ryanairs grösster Erfolg und was der grösste Fehler war, fragte ein Nutzer. Die Antwort: «Größter Erfolg: Billige Flüge nach ganz Europa zu bringen. Grösster Fehler: Mich einzustellen.»