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«Ich wurde vergewaltigt»

«Ich wurde vergewaltigt»

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Lange ist es her - aber manche Erlebnisse gehen einem nicht mehr aus dem Kopf. Madonna erinnert sich an ihre Anfänge in New York und enthüllt ihre schlimmste Erfahrung.

New York war nicht das, was ich erwartet hatte», schreibt Madonna in einem Essay im US-Magazin «Harper’s Bazaar». Unter dem Titel «Wahrheit oder Pflicht» beschreibt sie ihre Karriere mit all ihren Hochs und Tiefs.

Madonna habe damals in New York ihre einzige Chance gesehen, eine wahre Künstlerin zu werden. Dafür musste sie aber erst unten durch: «Im ersten Jahr wurde ich mit einer Waffe bedroht», erinnert sich die 55-Jährige. «Ich wurde mit einem Messer am Rücken auf ein Dach gezerrt und vergewaltigt.»

Nacktmodel und Einbruchopfer

Da ihre Musikkarriere damals nicht wirklich ins Laufen kam, posierte Madonna unter anderem als Nacktmodel. «Ich musste Leute anstarren, die mich selber anstarrten, während ich nackt war», so die Sängerin. Dadurch habe sie immerhin ihre Miete bezahlen können. In ihrem Apartment konnte sie sich allerdings nie sicher fühlen: «Bei mir wurde drei Mal eingebrochen. Ich weiß nicht warum – ich hatte schliesslich nichts Wertvolles, nachdem schon beim ersten Mal mein Radio gestohlen wurde», schreibt Madonna.

Auch als sie längst ein Star war, hatte Madonna zu kämpfen. Als Madonna ihren Sohn David Banda aus Malawi adoptierte, ging ein Shitstorm auf sie nieder. Für sie selber eine Überraschung: «Ich komme damit klar, dass mich Leute dafür kritisieren, dass ich auf der Bühne Masturbation vortäusche oder Britney Spears küsse. Aber dass man mich dafür bestrafen würde, das Leben eines Kindes zu retten – das hätte ich nicht erwartet.»

Im Namen der künstlerischen Freiheit

Der schockierende Artikel dürfte einen Zusammenhang mit Madonnas neuestem Kurzfilm «Secretprojectrevolution» haben. Im 17-minütige Streifen übt der Popstar Kapitalismuskritik und predigt künstlerische Toleranz. Das Ganze illustriert sie mit harten Bildern. Es wird unter anderem gezeigt, wie Madonna von Tänzern vergewaltigt wird und diese erschiesst. Mit dem Kurzfilm erhofft sie sich, eine künstlerische Revolution anzuzetteln. Passend dazu schreibt sie in ihrem Essay: «Wenn du nicht bereit bist, dafür zu kämpfen, woran du glaubst – betrete gar nicht erst den Ring.»