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Bradley heißt jetzt Chelsea

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Ein Gericht in den USA hat die Namensänderung der verurteilten Wikileaks-Informantin Manning genehmigt. Aus Bradley wird Chelsea.

Bradley Edward Manning dürfe ab sofort Chelsea Elizabeth Manning heißen, entschied Richter David King am Bezirksgericht in Leavenworth im US-Staat Kansas am Mittwoch. Nach der Verurteilung im vergangenen August hatte der 26-Jährige bekanntgegeben, künftig als Frau leben zu wollen. In einer Mitteilung schrieb Manning, dass ihr die Namensänderung persönlich viel bedeute.

Manning ist in einem nahe gelegenen Militärgefängnis untergebracht, wo sie eine 35-jährige Haftstrafe wegen der Weitergabe geheimer Dokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks absitzt.

Weiterhin ein Mann für das Militär

Die Gerichtsentscheidung ermöglicht es, offizielle Veränderungen an Mannings Militärakte vorzunehmen, die US-Streitkräfte sind aber nicht dazu gezwungen, sie auch als Frau anzusehen. Eine Verlegung in ein Gefängnis, in dem es einen Zellenblock für weibliche Häftlinge gibt sei auch möglich. Manning wurde von zwei Verhaltenstherapeuten der Armee eine Geschlechtsidentitätsstörung attestiert.

Der Namenswechsel ändert aber auch nach ersten Medienberichten nichts daran, dass sie innerhalb des Militärs weiter als Mann behandelt wird. Demnach käme auch vorerst die Verlegung in ein Frauengefängnis nicht infrage. In der vergangenen Woche hatte ein Generalmajor der US-Armee ein Gnadengesuch von Manning abgelehnt.