In den vergangenen Jahren stattete mehrmals die „Australian Pink Floyd Show“ dem Großherzogtum einen
Besuch ab. Jedes Mal verbuchte die Rockhal „sold-out“ und jedes Mal war auch Damian Darlington dabei. Als Leadgitarrist und Vocalist.
Brit Floyd
RockhalAm 3. Nov. um 20.30 Uhr
Tel.: (+352) 24 55 51
• www.rockhal.lu
• www.britfloyd.com
Dieses Mal wird er vor allem als „musical director“ der britischen Tribute-Show, deren umjubelte Premiere in der „Liverpool Echo Arena“ im vergangenen Januar 7.000 Fans in Staunen versetzt hatte, dabei sein und seine langjährige Erfahrung unter Beweis stellen. Wir wollten mehr über Damian Darlington und Brit Floyd erfahren. Vor allem beschäftigte uns die Frage, wie eine Coverband es schaffen kann, ebenso viel Prestige zu gewinnen wie das Original. Wir erreichten Damian Darlington per Telefon.
Tageblatt: Ist es nicht erstaunlich, dass Brit Floyd als Coverband so viel Erfolg hat?
Damian Darlington: „Erstaunlich ist es nur, wenn ich in die Zeit zurückblicke, in der ich angefangen habe, in der Pink-Floyd-Tribute-Band zu spielen. Damals hätte ich niemals geglaubt, dass ich 17 Jahre später Konzerte mit Tausenden von Zuschauern überall in der Welt spielen würde, wie das heute der Fall ist. Weniger erstaunlich ist es, wenn man bedenkt, dass die Musik von Pink Floyd eine langlebige und universale Anziehungskraft hat und unsere Show eine Art Testament ihrer unvergleichlichen Musik ist. Die Leute mögen das Live-Feeling, die verbindende Erfahrung des gemeinschaftlichen Konzertbesuches, das Zusammenspiel von Licht und Sound und vieles mehr. Davon kriegt man absolut nichts mit, wenn man sich zu Hause eine CD anhört. Die Leute brauchen Emotionen, und die bekommen sie.“
Was ist denn der Unterschied zwischen der Australian Pink Floyd Tribute Show, wie wir sie kennen, und Brit Floyd?
„Ich habe 17 Jahre lang bei Australian PF Tribute Show gespielt und gesungen. Auch die anderen Musiker von Brit Floyd waren dort jahrelang Mitglieder und wir sind von einem Kontinent zum anderen gereist. Vor einem Jahr beschlossen wir, unser eigenes Ding zu tun, wohl verstanden mit derselben Leidenschaft für die Musik von Pink Floyd wie zuvor. Wir versuchen, noch mehr Liebe fürs Detail, für die visuelle Show und die Live-Darbietung hervorzubringen.“
Arbeitet ihr sozusagen parallel?
„Ja, genau, so kann man es sehen. Ist die eine Gruppe beispielsweise in Nordamerika, dann ist die andere in Japan oder so.“
Existiert Pink Floyd Ihrer Meinung nach noch, abgesehen davon, dass Syd Barrett und Richard Wright verstorben sind? Das Gerücht will ja, dass die restlichen Mitglieder wieder zusammen auftreten werden.
„Also rein technisch gesehen gibt es die Gruppe wohl noch! Sie sind ja vor sechs Jahren bei ’Live 8’ für einen guten Zweck aufgetreten. Roger Waters tourt immer noch, während David Gilmour ein Solo-Album veröffentlichen wird. Im Mai dieses Jahres haben in London Gilmour und Mason zusammen mit Waters bei einer Etappe der ’The Wall’-Tournee gespielt. Was aber nicht heißt, dass sie sich als aktive Gruppe wiedervereinigen werden.“
Seid ihr jemals als Coverband von ihnen unterstützt worden?
„Ja, das haben sie immer getan und die einzelnen Mitglieder waren auch schon bei Shows dabei. Wir durften sogar auf David Gilmours 50. Geburtstag spielen.“
Jetzt mal eine Frage über Sie selbst als Gitarrist und Mastermind von Brit Floyd. Sie haben fünf Geschwister, davon sind vier auch Musiker geworden. Ist die musikalische Ader bei euch genetisch bedingt oder seid ihr von euren Eltern musikalisch erzogen worden?
„Ob es genetisch ist, weiß ich nicht so recht, aber unsere Eltern haben uns nicht dazu erzogen. Die hätten bestimmt lieber Anwälte oder Ärzte aus uns gemacht. Aber ich habe sehr viel von meinem älteren Bruder gelernt. Mein jüngster Bruder Gareth ist übrigens Sound-Engineer bei Brit Floyd. Er ist aber auch ein talentierter Geiger und wenn wir nicht gerade touren, dann sind wir mit unserer Schwester Johanna in unserem Ensemble Acoustic Unbegrenzte tätig. Da spielen wir eine bunte Mischung aus Celtic, Blues, Jazz und Rock. Musik gehört eben zu unserem Leben!“
Zu Demaart
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