Rund 2.500 Besucher haben in der vergangenen Saison den Weg ins Kasemattentheater, das seit Januar 2013 mit seinem renovierten Saal in neuem Glanz erstrahlt, zu einer oder mehreren der elf Produktionen gefunden.
" class="infobox_img" />Die Limmburger Flöte
Am Donnerstag (26.09.13) wird Germain Wagner die Saison mit einer Lesung eröffnen. Die Wahl fiel auf einen Text des Luxemburger Autors Norbert Jacques, dessen Werk in Luxemburg lange Zeit kaum Beachtung fand, da seine Landesgenossen ihn wegen seiner Nähe zum Nationalsozialismus verschmähten.
Die Limmburger Flöte
Ein sehr heiterer Roman von Norbert Jacques, gelesen von Germain Wagner, begleitet von Daliah Scholl auf der Flöte, am 26. September um 20 Uhr im Kasemattentheater.
Kasemattentheater
14, rue du Puits
L-2355 Luxemburg
BonnewegTickets:
Tel.: 291 281
[email protected]
www.kasemattentheater.lu
Germain Wagner, künslerischer Leiter des Kasemattentheaters, wirkte am Donnerstag selbst etwas überrascht, dass sie, die «Kasemattler», es erneut geschafft haben, mit einem relativ kleinen Budget von 130.000 Euro zu Saisonbeginn ein prall gefülltes Programmheftchen zu präsentieren. «Ohne die Arbeit der vielen Freiwilligen wäre dies in einer kleinen Struktur wie der unseren auch nicht möglich», sagte dann auch der künstlerische Direktor und bedankte sich bei seinem Team.
Streifzug durchs Programm
Nachdem Germaine Goetzinger, Präsidentin des Verwaltungsrates, einleitende Worte sprach, in denen sie auch an den im März 2013 verstorbenen ehemaligen Präsidenten und Mitbegründer des Kasemattentheaters Pierre Capesius erinnerte, war es dann an Germain Wagner, einen kurzen Streifzug durchs Programm zu mache.
Das Motto der diesjährigen Spielzeit – «Mensch sein, trotz alledem» – lehnt sich an ein Zitat von Rosa Luxemburg an, deren Briefe aus dem Gefängnis auch Gegenstand einer der vier Lesungen sein werden.
Anlässlich des 200. Geburtstages von Georg Büchner hat das Kasemattentheater im Oktober Christian Wirmer – vielen sicherlich noch dank seines Auftrittes im Quartett in bester Erinnerung – eingeladen, um seinen «Lenz» zu präsentieren.
Zusammenarbeit mit weiteren Theatern
Mit «Exit» von Fausto Paravidino wird Stefan Maurer dann eine deutschsprachige Erstaufführung auf die Bühne bringen, eine Beziehungsgeschichte, die das Kasemattentheater in Koproduktion mit dem Escher Theater realisiert. Auch mit den Théâtres de la Ville geht die Zusammenarbeit in dieser Saison weiter: In «Blackbird» des erfolgreichen britischen Gegenwartautoren David Harrower werden Steve Karier und Catherine Janke das Thema Sex mit Minderjährigen verhandeln, und für «Gift» von Lot Vekemans, für das der belgische Regisseur Johan Leysen verpflichtet werden konnte, werden Désirée Nosbusch und Germain Wagner die tieftraurige Geschichte eines Paares erzählen, das mit dem Verlust ihres Kindes kämpft.
«Mensch sein, trotz alledem», trotz Schmerz, Verlust und Kummer die Heiterkeit nicht vergessen. Und weil dies am besten mit Musik geht und sich der neue Saal als kleines Schmuckstück der Akustik entpuppt hat, stehen in diesem Jahr – neben dem mittlerweile zur Tradition gehörenden musikalischen Abschlussfest, das sich in diesem Jahr rund um das Fahrrad drehen wird, noch zwei weitere Konzerte auf dem Programm.
Los geht es nun aber erst einmal mit Norbert Jacques «Limmburger Flöte» und das bereits am Donnerstag (26.09.13).
Zu Demaart
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