Pop-Art war eine Kunstbewegung, die das Amerika der Nachkriegszeit wesentlich geprägt hat. Neben Andy Warhol, der erst Ende der 1920er Jahre geboren wurde und stets als Symbolfigur angeführt wird, sind diesbezüglich andere Künstler zu nennen.
Wir fokussieren uns heute auf Roy Lichtenstein. Am 27. Oktober 1923 geboren, steht der Künstler für eine Kunst der Vermischung von Vorlagen aus der Comic-Welt und Beispiele aus Werbebotschaften. Auch zögerte er nicht, plakative Sprechblasen in seine Kompositionen einzuflechten, ließ seine Figuren „Selbstgespräche“ führen, deftige Aussagen machen, kurzum seine Kunst positionierte sich in eine damals sowohl gelobte als auch kritisierte Konsumgesellschaft, eine, Zeit in der vieles möglich war. Um diese Message umzusetzen, griff er auf subtile Weise selbst in die Kunstgeschichte ein, ließ in umgewandelter Weise diverse Stile neu aufleben, benutzte angepasste Magma-Farben, bespielte gerne Großformate und setzte seine typischen „Rastermotive“ ein. In Anlehnung an die Comicwelt gestaltete er mit Collagen ungewöhnliche Landschaftsbilder, griff ästhetische Vorbilder auf, wobei er sich gerne in die Darstellungsart der 30er Jahre hineinversetzte, nicht ohne gewisse Widersprüche und Spannungen dieser Zeit aufzuarbeiten. Roy Lichtenstein, der am 29. September 1997 verstarb, gilt als Maler, Grafiker und Gestalter, der sich gerne von der „Bilderwelt der Massenmedien“ inspirierte, wie das Brockhaus-Kunstlexikon notiert.
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