Kambuzia Partovi und Maryam Moghadam kommen auch nicht zum Filmfestival nach Luxemburg. Auch wenn ihre Namen zumindest für unsere Ohren weniger bekannt sind, so ist ihre Abwesenheit dennoch weitaus besorgniserregender: Partovi hat den neuen Film von Jafar Panahi, „Pardé“ (Geschlossener Vorhang), korealisiert, um es Panahi, der in seinem Land unter Arbeits- und Ausreiserecht steht, überhaupt zu ermöglichen, zu arbeiten.
Info:
www.discoveryzone.lu
Maryam Moghadam spielt die Hauptdarstellerin, die sich mit zwei Männern (Partovi und Panahi selbst) in einem Haus am Kaspischen Meer versteckt hält. Der Film feierte auf der diesjährigen Berlinale (7. bis 17. Februar) Premiere und wurde mit dem Silbernen Bären für das beste Drehbuch ausgezeichnet.
Die iranische Regierung hatte bereits verhindert, dass Panahi selbst nach Berlin reisen durfte, um seinen Film zu präsentieren. An seiner Stelle waren Partovi und Moghadam angereist. Der Leitung des Discovery-Zone-Festivals liegen nun Informationen vor, dass den beiden Künstlern bei ihrer Einreise in den Iran die Pässe abgenommen wurden, um sie an einer weiteren Ausreise zu hindern. „Das Aufhalten eines Künstlers oder eines Denkers war niemals möglich – bis zum heutigen Tag“, sagte Partovi, als er den Silbernen Bären stellvertretend für Panahi in den Händen hielt. Im Rahmen des Festivals wird „Pardé“ sowohl am Freitag, 1. März, um 19 Uhr in der Cinémathèque als auch am Samstag, 2. März, um 18.30 Uhr im Ciné Utopia gezeigt.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können