FSB-Vizechef Sergej Smirnow habe das rund 11.000 Seiten starke Werk, das als einer der bedeutendsten Texte über den Zweiten Weltkrieg gilt, dem Staatsarchiv überreicht, berichtete die russische Tageszeitung «Komsomolskaja Prawda» am Freitag.
Das Manuskript war 1961 unter anderem beschlagnahmt worden, weil es sowjetische Gräueltaten schildert. Eine Abschrift kam 1980 ins Ausland und erschien in der Schweiz, erst 1988 in der UdSSR. Forscher wollen den Text nun auf bisher unbekannte Passagen untersuchen.
Grossman gilt als Chronist der Schrecken des 20. Jahrhunderts. Im Epos «Leben und Schicksal» schildert er vor allem die blutige Schlacht um Stalingrad. Mit dem Beschlagnahmen wollte die sowjetische Zensur einen Skandal vermeiden. Grossman starb 1964 verbittert.
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