Oft genug kriegt Luxemburg sein Fett weg, wenn es um Steuervermeidung geht. In einer aktuellen Erklärung der NGO Tax Justice Network sind jetzt die G7-Staaten an der Reihe. In dem Statement vom letzten Freitag hieß es, durch die Gruppe der Sieben entgingen der Welt jährlich 115 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen, weil sie multinationalen Konzernen und wohlhabenden Einzelpersonen aus aller Welt den Missbrauch von Steuern ermöglichen. Die Erklärung der NGO fällt zeitlich zusammen mit dem Treffen der Finanzminister der G7-Staaten vom 18. bis zum 20. Mai in Bonn.
Die NGO hat ermittelt, dass durch Steuervermeidungstricks letztes Jahr 483 Milliarden Dollar zu wenig bezahlt wurden. Der Großteil davon (312 Milliarden Dollar) sei Unternehmen geschuldet, die ihre Profite in Steueroasen verschieben, so die NGO in ihrem Bericht vom letzten Jahr. Als Hauptverantwortliche hat das Tax Justice Network das Vereinigte Königreich mit seinem „Spinnengeflecht“, die Niederlande, Luxemburg und die Schweiz ausgemacht und spricht im Zusammenhang mit diesen Ländern von der „Achse der Steuervermeidung“.
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