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Forum / Welches ist das echte Europa?
 Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

In diesem Jahr feiert die Europäische Union ihr 30-jähriges Bestehen. Mit dem Vertrag von Maastricht, der im Jahr 1993 in Kraft trat, starteten die Europäer ein historisch einmaliges Experiment im Bereich der überstaatlichen Regierungsführung und geteilten Souveränität. Im Binnenmarkt der EU können sich Güter, Dienstleistungen und Kapital zwischen den 27 Mitgliedstaaten frei bewegen. Und was besonders wichtig ist: Ihr Schengen-Raum bedeutet offene Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten (und Freizügigkeit auch in den Mitgliedstaaten, die dem Schengener Übereinkommen nicht beigetreten sind). Dadurch genießen 400 Millionen Menschen eine noch nie da gewesene Form der Staatsbürgerschaft, die nicht auf das Gebiet eines Staates beschränkt ist. Der freie Handel ist eine alte Idee, ein derart freier Personenverkehr ist etwas völlig Neues.

Aber ist die EU wirklich mehr als ein besserer Handelsblock? Um dies zu beantworten, sollten wir die beiden letzten Male betrachten, als die Europäer vor einer Scheidung standen: die griechische Schuldenkrise und der Brexit. Beide werfen ein Licht auf die gegensätzliche Kräfte, die auf dem Kontinent um die Vorherrschaft kämpfen. Im Falle Griechenlands spielte die EU die Rolle der bösen Unterdrückerin, die mit einer Trennung droht, um einem Mitgliedstaat Zugeständnisse abzupressen. Im britischen Fall war Brüssel der Held, der einen Akt des Vertrags stoisch ertrug und für die Grundsätze des Multilateralismus und der Offenheit eintrat. Welche dieser Episoden fängt den wahren Kern der EU besser ein?

Philosophie der „Hauswirtschaft“

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liah1elin2
20. August 2023 - 21.16

@Arm Dies sind Verfehlungen einzelner Personen, wie sie in jedem Staat vorkommen. Was hat dies im Kontext zu den Errungenschaften und Leistungen der EU zu tun?

Arm
20. August 2023 - 16.07

was ist denn mit den korrupten Europaparlament abgeordneten geworden? Die sitzen bestimmt in den Ferien, denn man hört Nix mehr von den.

Irma
20. August 2023 - 12.57

Da die Briten nicht mehr bremsen, geht's voran, nur noch Polen und Ungarn rausschmeißen und wie sind golden.

liah1elin2
20. August 2023 - 11.31

Wie haben die Länder und Menschen der EU all die Jahre von den Errungenschaften leben und profitieren können, eine richtige Erfolgsgeschichte war da entstanden. Auch Fehler wurden und werden weiterhin passieren, Kritik ist durchaus erlaubt. Doch diejenigen die sich hier im Lande die EU ins Pfefferland wünschen, sollten sich ernsthaft fragen, warum Luxemburg heute ein so stabiles Land geworden ist. Nach der Stahlkrise in den 1970er Jahren erfolgte der Um- und Aubau zur heutigen Erfolgsgeschichte, die ohne den freien Binnenmarkt der EU so nicht stattgefunden hätte. Es lohnt sich auf dieses Gebilde acht zu geben.

rcz
19. August 2023 - 14.03

Die Ukraine wird Europa nicht retten, eher dessen Untergang beschleunigen!....