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EditorialWehret den Anfängen

Editorial / Wehret den Anfängen
Stillstand und Langeweile als Preis für etwas mehr Sicherheit? Foto: Editpress/Julien Garroy

Für unser Gesundheitssystem sind wir alle Risikopatienten! Die einen früher, die anderen später. Wenn wir uns verletzen oder erkranken oder andere anstecken, kann das richtig teuer werden. Deshalb wird versucht, das Risiko, das von uns ausgeht, einzudämmen. Mit eingeschränkt werden damit jetzt allerdings auch unsere Möglichkeiten der Selbstbestimmung. Unsere Freiheit!

Kontakte werden limitiert, Home-Office eingeführt, der Tagesablauf staatlich geregelt. Begegnungsstätten, wie Cafés oder Restaurants, geschlossen. Andere, wie Theater, Museum und Kino, nur unter strengen Bedingungen geöffnet. Selbst das Reisen wird erschwert. Die Hand darf man sich nicht mehr reichen, den Kuss zur Begrüßung höchstens andeuten und vom One-Night-Stand nur noch träumen. Es mangelt am für den Menschen so wichtigen sozialen Austausch. Das kann man teilweise nachvollziehen. Bei allem Respekt. Gut finden sollte man das nicht.

Je mehr Regeln, desto weniger Eigenverantwortung. Statt blühendem gesellschaftlichen Leben entstehen öde Wüsten der zunehmenden Ichbezogenheit. Sterile Lebensräume und Langeweile also. Der Preis für vermeintliche Sicherheit?

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Pseudo Besserwësser
22. Januar 2021 - 10.10

@ churchill Denunzéieren ërënnert mëch un e Gestzesvirschlag fun Besserwësser deen glecklëcherweis ënnert dën Dëch gekiert ass gin. Fir wéi laang steet nach bei de Götter oder déiren Ersaats. Bei ären ugesprachenen Pseudointellekten soll ët esou guer een oder deen aaneren Lycée-anUniversitätsgänger ginn an och een oder deen aaneren deen nët op de Kap gefall ass, an deen op Wouerechten uspillt déi nët därfen fum Vlolléik und dëm Här fum Land gewuer ginn. An déi domat versichen hiiren Matbierger eng onberechtecht Angscht ze erspueren ! Ët gëtt also héich Zeit dass daat mat de Kommentaren am Tageblatt ophéiert fir dass noo Iech ze schléissen , alles ërëm and Normalitéit zërëckkommt. Diir könnt Iech wann der wöllt och är Äntwert erspueren , déi ëch am Viraus waat Universitären an esou weider kennen, Merci.

Hans Peter
21. Januar 2021 - 16.05

Freiheit und Verantwortung sind keine Gegensätze und schon gar kein Widerspruch sondern zwei Seiten ein und der selben Medaille. Unsere Freiheit ist eben nicht unbedingt, sondern immer eine Risikoabwägung und ein Abtasten möglicher Grenzen dessen, was wir guten Gewissens verantworten können. Und auch das was "normal" ist, gehört hinterfragt und unterliegt einem stetigen Wandel.

Jemp
21. Januar 2021 - 10.28

Nicht nur bei Autoversicherungen und bei den Krankenkassen denkt man so, wie Sie es befürchten. Auch in Ökokreisen waren verschiedene hoch erfreut über Reisebeschränkungen und Ausgangssperren, weil sie glauben, dass man so den CO2-Ausstoß nachhaltig (da ist es wieder, ihr Lieblingswort) veringern kann. Diese Leute wären froh, wenn man eine Sondergenehmigung brauchte, um sein Heimatdorf zu verlassen.

churchill
21. Januar 2021 - 8.13

Genausou ass et,Här Goetz. Wann alles soll erem an d'Normalitei't zereckkommen,sin d'Menschen verännert.Irgenwei geht och d'Vertrauen an den Matmenschen verluer.Et geseit een net mei d'Gesiichtsausdreck,mais nemmen just nach Masken.An d'Aan verroden net genug iwert den Gemitszoustand. Wat een traureg mecht,ass dass et Leit gin dei an desen Zeiten richteg opbléihen an all Situatioun opgreifen,fir sech wichteg ze machen an als pseudointellektuellen Besserwesser opzefeieren.Am schlemmsten Fall och nach dei aner Leit ze denunzieieren. A wat dei heiteg Situatioun mei laang dauert,wat et mei schlemm get.D'politiker mussen sech bewosst sin dass deen Virus fir EMMER do ass,an dass dei Mesuren vun haut net emmer können beibehalen gin.Wann elo erem eng Lackerung vun den Mesuren kennt,ass den Virus och erem um Virmarsch.Mir können jo net Joerzengten esou weiderliewen. An et ass bestemmt net dei lescht Pandemie dei mir matmachen.Wat et mei Menschen gin,wat Gefohr vun engem Ausbroch mei grouss ass.

DeMisch
21. Januar 2021 - 8.10

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