Sonntag1. Februar 2026

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Vier Tote bei nächtlichem Unfall nahe deutsch-französischer Grenze

Vier Tote bei nächtlichem Unfall nahe deutsch-französischer Grenze

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in Baden-Württemberg sind vier Menschen getötet und ein weiterer lebensgefährlich verletzt worden. Die zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 36 und 51 Jahren starben, als ihr in Großbritannien zugelassenes Fahrzeug in der Nacht zum Mittwoch frontal auf ein Auto auf der Gegenfahrbahn raste. Das teilte die Polizei in Offenburg mit.

Der aus dem Großraum Colmar stammende 30-jährige Fahrer des zweiten Wagens wurde bei dem Unfall auf der Landstraße L98 lebensgefährlich verletzt. Bilder der Unfallstelle bei Kehl nahe der Grenze zu Frankreich zeigten zwei völlig zerstörte Autos. Nähere Angaben zur Identität der Opfer machte die Polizei zunächst nicht.

Britisches Auto gerät auf Gegenfahrbahn

Ersten Ermittlungen zufolge war der Wagen mit den vier Insassen etwa einen Kilometer nach der Pierre-Pflimlin-Brücke, die südlich von Straßburg den Rhein zwischen Deutschland und Frankreich überspannt, aus zunächst ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn geraten. Das automatische Notrufsystem eines der Fahrzeuge meldete kurz nach 2.30 Uhr den Unfall – ebenso wie ein Verkehrsteilnehmer, wie die Polizei mitteilte. Für vier Menschen kam jede Hilfe zu spät, sie starben an der Unfallstelle. Der Schwerverletzte wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand wurde am Mittag als stabil bezeichnet.

Vor Ort untersuchten Polizei, Feuerwehr und ein Sachverständiger den Hergang. Die L98 war voll gesperrt. Der Schaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.

Das Notrufsystem eCall ist seit Ende März Pflicht für alle neuen Pkw-Typen. Das System stellt automatisch eine Telefonverbindung zur Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst oder zur Zentrale des Drittanbieters her und übermittelt Daten – zum Beispiel den Standort des Fahrzeugs, die Fahrtrichtung oder die Antriebsart des Fahrzeugs.