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ForumÜberzogenes Gejammer um die Biodiversität

Forum / Überzogenes Gejammer um die Biodiversität
 Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Laut einer vorherrschenden Meinung war in der „guten alten Zeit“ alles besser. Das Problem ist bloß, dass die Erinnerung trübt.

In einem Tageblatt-Interview meinte Jean-Paul Lickes, Direktor des Wasserwirtschaftsamtes, die in der Nationalhymne besungene Alzette sei vor 50 Jahren noch eine stinkende Kloake gewesen. Zwar seien ihre Gewässer noch nicht perfekt. Doch je näher sie der Sauer komme, desto besser sei ihr Zustand: „Insgesamt sind heute mehr Vögel da als früher. Auch mehr Fische und mehr unterschiedliche Arten. Die Vielfalt nimmt zu.“

Das widerspricht der offiziellen Leseart des Umweltministeriums. Aus dem nur Jeremiaden zu hören sind. Die Artenvielfalt sei bedroht. Das Waldsterben nehme zu. Kurz, in Luxemburg stehe die Natur vor dem Kollaps. Umwelt- und Naturschutz sind berechtigterweise zu einer gesellschaftlichen Priorität geworden.

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Dingo
19. März 2021 - 9.22

@Tossen Da wäre jetzt keine Steppe sondern eine neues Dorf für Familien mit Kindern. Ergo weiterhin alles planlos zubetonnieren

Tossen
17. März 2021 - 20.35

"Würden keine Kühe die Wiesen abgrasen, wären unsere schönen Landschaften bald von Versteppung geprägt." Die Kühe würden nicht zwangsgeschwängert um Milch zu geben und die neugeborenen Stiere nicht zu Hundefutter verarbeitet. Da wäre jetzt keine Steppe sondern eine neues Dorf für Familien mit Kindern.

titi
17. März 2021 - 19.50

@Joseph: Den Här Goebbels hat nach nie eppes mat der Natur um Hutt.

Joseph
17. März 2021 - 15.53

Herr Goebbels lebt offensichtlich in einem anderen Land als ich. Ich sehe eine enorme Zersiedlung und Verbauung unserer Landschaften, den Abriss von wertvollen Ökosystemen wegen Umgehungsstraßen. Der Verlust der Biodiversität hat doch mit der aktuellen intensiven landwirtschaftliche Produktionsweise zu tun wegen dem Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger und der Trockenlegung von Feuchtgebieten. Warum wohl schlägt jetzt die EU seine Biodiversitätsstrategie „ Vom Hof auf den Tisch“ vor indem sie die Halbierung der Pestizide bis 2030 und die Verringerung des Düngemitteleinsatz um 20% fordert? Außerdem erreichen punktuelle Projekte zudem keine Verbesserung der gesamten Biodiversität.

Jean-Paul Reuter
17. März 2021 - 14.13

Den Thurmes an d'Dieschbuerg: Si séien net, si recoltéieren net, si sammelen näischt a Scheieren, an awer soe si äis wéi mir et solle maachen...

de Schmatt
17. März 2021 - 11.59

Klar doch, das hat es alles schon mal gegeben. Nur dass es heute weitaus schlimmer und schlechter um unsere Wälder und die Umwelt insgesamt bestellt ist. Deshalb müssen auch permanent neue Gesetze her, die im Endeffekt wenig bewirken. Niemand hat mehr den Durchblick. Wenn die Verordnungen und die Verbote zu einer Inflation werden, werden sie nicht mehr ernst genommen.

Blücher
17. März 2021 - 11.25

@Goebbels:Unsere Meinungen überschneiden sich in vielen politischen Ansichten, aber hier applaudiere ich Ihnen für diesen gelungenen Artikel.