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Keine VerschnaufpauseSüdeuropa bleibt heiß und trocken – Ärzte raten Urlaubern zur Vorsicht

Keine Verschnaufpause / Südeuropa bleibt heiß und trocken – Ärzte raten Urlaubern zur Vorsicht
Touristen schützen sich mit Schirmen und Hüten vor der Sonne am Eiffelturm in Paris Symbolfoto: AP/dpa/Thomas Padilla

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Die Menschen in Griechenland schwitzen weiter bei Temperaturen um die 40 Grad, Italien und Spanien melden dramatische Waldbrand-Zahlen – Südeuropa stöhnt weiter unter der Hitze. Und auch in Luxemburg sind die frischeren Tage bald schon wieder vorbei.

Während die ganz große Hitze in Luxemburg kurz pausiert, gibt es in mehreren südeuropäischen Ländern kein Durchatmen. Etwa für weite Teile Griechenlands erwarten die Meteorologen eine lange Hitzewelle, die bis Anfang August dauern soll. Bereits am frühen Freitagmorgen zeigten die Thermometer in Athen 30 Grad Celsius an. Am Wochenende und in den Tagen danach sollen die Temperaturen Werte um die 40 Grad erreichen, wie das Amt für Meteorologie mitteilte. Der Zivilschutz warnte, wegen der Trockenheit sei die Brandgefahr extrem hoch.

Gefährlich sei, dass selbst in der Nacht die Temperaturen vielerorts nicht unter 30 Grad fielen – dies erschwere es Bewohnern und Urlaubern, sich von der Hitze zu erholen. Mit einem Rückgang auf für die Jahreszeit normale Höchsttemperaturen von um die 35 Grad rechnen die Meteorologen für die kommenden zehn Tage nicht. Von der Hitzewelle verschont bleiben wegen Meeresbrisen die Inseln der Ägäis wie Skopelos, Mykonos, Santorini und Syros sowie die Gebirgsregionen des Festlandes.

Ärzte rieten den Menschen – allen voran Touristen – zur Vorsicht. Die lange Hitzewelle werde den Körper stark belasten. Alkohol oder zuckerhaltige Getränke solle man nicht zu sich nehmen. „Hut aufsetzen, weite helle Baumwollkleidung tragen, viel Wasser trinken, immer wieder lauwarm duschen oder im Meer schwimmen und Obst und Gemüse essen“, empfahl ein Arzt am Freitag im staatlichen Rundfunk in Deutschland. Fußgänger sollten möglichst auf der schattigen Straßenseite gehen.

Mehr Feuerwehreinsätze wegen Wald- und Buschbränden

Wie schwer die Folgen der Dürre sind, zeigen auch neue Zahlen aus Italien. Dort meldete die Feuerwehr am Freitag, dass sie in diesem Sommer deutlich öfter wegen Wald- und Buschbränden ausgerückt sei als im vergangenen Jahr. Vom 15. Juni bis 21. Juli wurden landesweit mehr als 32.900 Einsätze gezählt, etwa 4.000 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte.

Am häufigsten griffen die Feuerwehrleute bislang auf Sizilien und in Apulien ein. Mittlerweile beklagen die Behörden außerdem ein Todesopfer der Waldbrände: Die Polizistin und Mitarbeiterin des Zivilschutzes sei am Donnerstag in der Gemeinde Prepotto an der italienisch-slowenischen Grenze östlich von Udine bei Löscharbeiten ums Leben gekommen. In Italien herrscht seit Monaten eine extreme Dürre, sodass sich die Flammen immer wieder rasch auf den trockenen Böden ausbreiten können. Oft stecken hinter den Feuern Fahrlässigkeit oder Brandstiftung. Hinzu kommt, dass häufig der Wind den Flammen Vortrieb gibt.

Dramatische Zahlen kamen am Freitag auch aus Spanien. Dort ist 2022 schon jetzt das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen. In den ersten knapp sieben Monaten des laufenden Jahres hätten die Flammen mehr als 197.000 Hektar Wald zerstört, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf das europäische Erdbeobachtungssystem Copernicus. Das sei bereits mehr als im gesamten bisherigen Rekordjahr 2012, als die Waldbrände in Spanien 189.376 Hektar vernichteten. Zum Vergleich: Die knapp 200.000 Hektar (2.000 Quadratkilometer), die bislang 2022 vernichtet wurden, entsprechen rund 80 Prozent der Fläche des Saarlandes.

In Luxemburg bekamen die Menschen eine kleine Verschnaufpause von der Hitze. Doch schon am Sonntag ist wieder Schwitzen angesagt: Laut Meteolux wird dann wieder an der 30-Grad-Grenze gerüttelt.