Mo., 13. Juli 2020

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  1. Realist /

    “Gewinner” der Preissteigerung? Wie man’s nimmt. Für mich klingt das mal wieder nach einer Milchmädchenrechnung von der Art, dass alle Luxemburger automatisch Millionäre seien, bloss weil hierzulande wer-weiss-wie-viele Milliarden in Fonds und Schwarzgeldkonten geparkt sind. Die Realität ist aber nun mal nicht so einfach gestrickt. Denn wenn ich – wie wohl die meisten Hausbesitzer hierzulande – nur eine einzige Immobilie mein Eigen nenne und daher quasi gezwungen bin, drin wohnen zu bleiben, ist es für mich quietschegal, ob mein Dach über dem Kopf nun eine halbe oder eine ganze oder meinetwegen sogar zwei Millionen wert ist. Verkaufe ich mein Haus, habe ich nur dann einen Reingewinn, wenn ich anschliessend in ein deutlich bescheideneres und daher billigeres Heim umziehe, und wer will das schon? Interessant wird es allenfalls für meine Erben. Oder wenn ich beschliesse, mich auf meine alten Tage in einem anderen, “billigeren” Land niederzulassen und den ganzen Kram hier noch schnell für ein Heidengeld verscherbelt kriege, bevor die Blase platzt und die Leute wieder zu Verstand kommen.

    • Romulus /

      Soulang wéi d’Demande vill méi héich wéi d’Offer as, hu mer eben just keng Blos. D’Präisser gin emmer weider rop, bis mer mol endlech ufänken sérieux urban ze bauen an ophaalen mat deem Résidence Gepiddels.

      • Realist /

        Ech ginn Iech recht. Leider wäert eist Land dann awer net méi erëmz’erkenne sinn. Lëtzebuerg huet fäerdeg.

  2. de Weltverbesserer /

    Die Preise steigen und steigen und die Löhne stagnieren. Das Spekulieren mit Immobilien führt dazu, dass immer weniger junge Leute sich ein Eigenheim leisten können und alte Menschen aus ihren Mietwohnungen vertrieben und mittellos werden. Das sind die Folgen des, sich immer mehr verbreitenden, uferlosen Kapitalismus. Eine unbarmherzige, herzlose, profitgierige Gesellschaft !

    • Realist /

      @Weltverbesserer: Da hat aber jemand seinen Aliasnamen gut gewählt. Was schwebt Ihnen denn als Alternative zum bösen-bösen Kapitalismus und unserer “unbarmherzigen, herzlosen und profitgierigen Gesellschaft” vor? Etwa eine sozialistische Gesellschaft, die ja bekanntlich alle so erfrischend barmherzig, herzlich und altruistisch waren (Sowjetunion, DDR, Rumänien, Libyen usw.), bzw. es heute noch sind (Nordkorea, China, Venezuela, Cuba…)?

      • Nëckel /

        Sie wissen schon, dass sich viele, sehr vile Ostdeutsche die DDR zurück wünschen. Und sogar die DP “kopiert” Ideen der DDR, siehe Crèches/Maisons Relais.

      • de WeltverbessererIch bin übrigens nicht ausgezogen um die Welt zu verbessern, so mächtig bin ich nicht und für so wichtig nehme /

        @ Realist, Eine sozialistische Gesellschaft ist keine kommunistische. Zwischen denen, von Ihnen angesprochenen Extremen,wie grenzenlosem Kapitalismus und totalitärem Kommunismus gibt es noch eine gerechtere Variante, die soziale Marktwirtschaft. Bös und Gut sind übrigens immer relativ, je nachdem aus welchem Blickwinkel betrachtet. Ich bin übrigens nicht ausgezogen um die Welt zu verbessern, so mächtig und einflussreich bin ich nicht und für so wichtig halte ich mich nicht. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es eine Utopie ist, die Welt verbessern zu wollen . Dazu bin ich dann doch allzusehr Realist.

      • Nein nein /

        Herr Realist, einfach mal gerechte Steuern (nicht auf einen alten Diesel so wie es die Grünen wollen), und gerechte Löhne. Oder ist man dann schon Kommunist?

  3. de Pensionär /

    Die Preise steigen nur so lange (aber wirklich “nur”) so lange wie es genug Interessenten gibt, die trotz der hohen Preise kaufen. Ob das alle Millionäre oder Lottogewinner sind sei dahin gestellt !

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