Es war wohl ein geeigneter Sommer für „Vakanz Doheem“: Er bescherte allen, die dieses Jahr ihren Urlaub in Luxemburg verbrachten, überdurchschnittlich hohe Temperaturen im August und wenig Niederschläge. Juni und Juli waren laut dem Wetterdienst AgriMeteo des Landwirtschaftsministeriums temperaturmäßig eher durchschnittlich ausgefallen. Die zwölftägige Hitzewelle im August (38,3 Grad wurden am 9. August in Steinsel gemessen) sorgte dann aber für den zweitwärmsten August seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1838.
Die Niederschlagsumme lag für den Sommer 2020 landesweit signifikant unter den Durchschnittswerten: Besonders im Juli und August war der Regenmangel im Süden und entlang der Mosel am stärksten ausgeprägt. Der Juli war an allen Stationen einer der zehn trockensten seit 1851. Diese Trockenheit setzte sich im August fort und wurde nur durch lokal stark begrenzte Gewitter etwas abgemildert.
Gute Laune bei Badegästen – lange Gesichter bei den Landwirten: Die anhaltende Trockenheit im Süden des Landes und der Moselregion sowie die Rekordtemperaturen werden nicht ohne Konsequenzen für die Ernte bleiben. Die Trockenheit und die Hitzewellen im August führten zu einer starken Austrocknung des Oberbodens, der sich noch nicht vom Regenmangel im Frühling erholt hatte. Landwirtschaftsminister Romain Schneider wird am 3. September Bilanz über die Erntesaison „Karschnatz“ ziehen.
Zu Demaart
Es wäre gut zu erfahren wieviel Niederschlag es im Jahresdurchschnitt gegeben hat, besonders in den letzten 20 Jahren.