Der Süden des Landes entwickelt sich wirtschaftlich rasant weiter. In der Nähe von Sanem zum Beispiel soll ein großes Logistikzentrum entstehen. Auch in Düdelingen lassen sich immer mehr Unternehmen nieder. Die nationale Gewerbezone «Riedgen» ist bereits gut gefüllt. Man findet dort namhafte Firmen wie Eurofoil, Ampacet, Husky, CFL Multimodal sowie mehrere andere Transportunternehmen.
Vor kurzem hat der Reifenhersteller Goodyear ebenfalls angekündigt, dort ein neues Werk zu bauen. Insgesamt 70 Arbeitsstellen sollen so geschaffen werden. Durch die Niederlassung von immer mehr Firmen auf dem Gelände stellt sich aber die Frage der Mobilität. Um die Straßen zu entlasten, setzt die Regierung unter anderem auf die Entwicklung des Zugverkehrs. In diesem Zusammenhang wurde vor einiger Zeit die Schaffung einer zusätzlichen Haltestelle in Düdelingen oder im benachbarten französischen Grenzort Zoufftgen diskutiert. Sie soll den Zugang der Arbeitnehmer auf das Gelände vereinfachen.
Schwere Bahnunglücke
Für Schlagzeilen haben in der Vergangenheit vor allem schwere Zugunglücke auf der Strecke nach Frankreich gesorgt. So prallten am 11. Oktober 2006 ein Personenzug und ein Güterzug ineinander. Sechs Menschen starben und zwei Personen wurden schwer verletzt. Es handelte sich um das schwerste Zugunglück in der Geschichte Luxemburgs. Vier CFL-Mitarbeiter kamen vor Gericht und wurden verurteilt. Am 14. Februar dieses Jahres kam es dann auf der Strecke Düdelingen-Zoufftgen zu einem weiteren Unfall. Ein Luxemburger Personenzug krachte in einen französischen Güterzug. Dabei starb der Lokführer des Luxemburger Triebwagens. Als Folge werden jetzt unter anderem die Sicherheitssysteme auf der Strecke verbessert.
Im Zusammenhang mit diesem Unfall kam es am 9. März zu einer Diskussion im Parlament. Die CSV-Abgeordnete Sylvie Andrich-Duval wollte im Rahmen der Debatte von Infrastrukturminister François Bausch wissen, ob die Schaffung einer weiteren Haltestelle in der Nähe der Gewerbezone «Riedgen» in Düdelingen/Zoufftgen nicht opportun sei.
Der Bau der Bahnsteige könnte ein Teil der notwendigen Infrastrukturarbeiten sein, so die Parlamentarierin. Der Minister habe damals gesagt, er würde den Vorschlag in Betracht ziehen. Nun wollte die CSV-Politikerin wissen, ob die neue Haltestelle kommt oder nicht.
Studie über Fahrplan
François Bausch erklärt, dass im Rahmen des Betriebs der Linie eine Studie über die Fahrpläne durchgeführt worden sei. Allerdings sei daraus hervorgegangen, dass die Einführung einer zusätzlichen Haltestelle nicht möglich sei.
Zwar wird am 10. Dezember dieses Jahres ein neuer Fahrplan eingeführt. Ein weiterer Stopp auf der Linie Luxemburg-Metz-Nancy wäre jedoch keine Option, da in diesem Fall eine andere Haltestelle abgeschafft werden müsste, so der Minister. Die Einführung eines zusätzlichen Stopps erhöhe nämlich die Fahrtzeit und würde zu Verspätungen führen, und das nicht nur auf der besagten Strecke, sondern ebenfalls auf den anderen luxemburgischen Linien und in Lothringen.
Gewerbezone ist mehrere Kilometer lang
Bausch gibt außerdem zu bedenken, dass sich die Gewerbezone «Riedgen» über mehrere Kilometer erstreckt. Der Bau eines Bahnsteigs löse das Mobilitätsproblem des Areals also nicht. Man habe aber eine Verkehrsstudie für die Region Bettemburg/Düdelingen in Auftrag gegeben, so der Infrastrukturminister weiter. Diese hätte gezeigt, dass der Bus das geeignetere Verkehrsmittel ist, um die Angestellten zu ihrer Arbeitsstelle zu bringen. Das Gewerbegebiet werde schon von den RGTR-Bussen der Linie 305 angefahren, so der Minister. Die Reisenden können an drei Orten ein- und aussteigen. Die Busse verbinden «Riedgen» zudem mit dem Bettemburger Bahnhof.
Aber noch ein weiteres Verkehrsmittel soll gefördert werden, um die Strecke zwischen «Gare» und Gewerbezone zurückzulegen. «Es gibt bereits einen Fahrradweg zwischen beiden Orten», weist der Minister hin. «Er verläuft durch das Gewerbegebiet ‚Krakelshaff‘.» Vorgesehen sei die Schaffung eines weiteren Radweges. Durch all diese Maßnahmen sei das Areal gut an die Verkehrswege angebunden.
Zu Demaart
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Beitrag korrigiert.
"So prallten am 11. Oktober 2006 zwei Personenzüge ineinander." Dir hätt besser gehat, e Minimum u Recherche ze maachen, amplaz iech op äert Gediechtnes ze verloossen, et war ee Persounenzuch an e Gidderzuch, net 2 Persounenzich. https://lb.wikipedia.org/wiki/Zuchaccident_zu_Zoufftgen
und die anderen 50 % werden aufgeteilt in Kündigungen, Arbeitsplatzwechsel, Insolvenzen oder Modernisierung was Personalabbau bedeutet. Da muß die Infrastruktur angepaßt werden und das Bedeutet langfristige Planung, aber dafür gibt es keine Sicherheiten.
Firwaat kommen net niewend d'Industriebetrieber Sozialwunnengen dei' belleg un Personal verlo'unt ginn ????? So'u kann 50% vum Transportproblem gelei'st ginn !!!
Also fueren d'Leit mam Auto. Déi Saach mat Zuch a Bus ass e bëssche komplizéiert, an de Velo ass e bëssche realitéitsfriem, insbesonnesch bei Schmudddelwieder.
man kann wirklich nur den Kopf schütteln wenn man die Argumentation von Minister Bausch hört, wäre dieses Industriegebiet in der Peripherie der Stadt Luxemburg gäbe es diese Diskussion wahrscheinlich nicht und der Bahnhof oder eine zusätzliche Haltestelle stände in zwei bis drei Jahren zur Verfügung oder schneller. Besser war es ja Steuergelder für den unnützen TRAM zu verschleudern nach dem man die Straßenbahn demontiert hat oder die Bahn von Grund, aber das ist ja mehr oder weniger für die Parlamentarier. Planerisches Denken sollte Flächendeckend sein und sich nicht nur auf Luxemburg Stadt und Umgebung beziehen. Sollen die Menschen im Winter mit dem Fahrrad durch die Industriezone fahren um Gefahr laufen bei Glatteis von einem LKW auch auf dem Fahrradweg erwischt zu werden eine sehr komische Anschauung Herr Minister sie sitzen ja im Luxusauto mit Chauffeur und haben diese Probleme nicht. Ach ja Herr Minister Busse können auch verunglücken was Menschenleben kosten kann.