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SprachenPortugiesisch geht, Englisch kommt, Luxemburgisch bleibt

Sprachen / Portugiesisch geht, Englisch kommt, Luxemburgisch bleibt
Abeejo, Abeille, Abuelo – klingt ähnlich, hat aber nichts miteinander zu tun Foto: Editpress/Alain Rischard

Die Zahl der Menschen, die Luxemburgisch sprechen, steigt. Ihr Anteil an der Bevölkerung geht allerdings zurück – genau wie jener der portugiesisch-, italienisch- und deutschsprachigen Einwohner. Französisch und Englisch sind auf dem Vormarsch. Das geht auch mit wirtschaftlichen Verwerfungen einher.

Eigentlich müsste cet article in six different Sprooche geschriwwe sinn, damit jeder ihn versteht. Weil das aber ein recht aufwendiges Unterfangen wäre, belassen wir es bei Deutsch – das übrigens nur von 2,9 Prozent der Menschen in Luxemburg als Hauptsprache gesprochen wird. Das geht aus der Studie zur sprachlichen Vielfalt hervor, die Statec am Donnerstag veröffentlicht hat. „Welche Sprache ist es, in der Sie denken und die Sie am besten beherrschen?“ lautet die Frage, die das Statistikinstitut den Menschen gestellt hat. Die Studie wurde im Jahr 2021 durchgeführt, die Resultate sind also schon zwei Jahre alt.

Warum „Hauptsprache“ und nicht „Muttersprache“?

Die Bezeichnung „Muttersprache“ wurde laut Statec aus zwei Gründen vermieden:
1) Die Muttersprache ist ein für alle Mal festgelegt, während die Hauptsprache im Laufe des Lebens variieren kann.
2) Eine Person, insbesondere wenn sie in eine mehrsprachige Familie hineingeboren wurde, kann zwei oder sogar mehr Sprachen von klein auf lernen. Sie wird also mehrere „Muttersprachen“ haben. Für diese Personen und diejenigen, die zwei Sprachen auf dem gleichen Kompetenzniveau beherrschen, ist die Wahl der Hauptsprache eine schwierige Entscheidung.

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Tobias Senzig
11. Dezember 2023 - 13.27

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