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ForumMind the Gap: Die Vermessung der Ungleichheit und ihre Grenzen

Forum / Mind the Gap: Die Vermessung der Ungleichheit und ihre Grenzen
 Symbolbild: AFP/Kenzo Tribouillard

GPG, drei Buchstaben, die für Frauen die Welt bedeuten. GPG steht für „Gender Pay Gap“, sprich die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen. Doch was genau wird da berechnet, warum gibt es immer wieder unterschiedliche Zahlen und warum bleiben strukturelle Geschlechterungerechtigkeiten dennoch im toten Winkel und insofern abseits zahlreicher Gender- und Lohndiskussionen?

Mit den Statistiken zur Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern verhält es sich oftmals wie mit den Covid-Gesetzen: Man/Frau verliert leicht den Überblick und sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Die Benutzung unterschiedlicher Zahlen ohne klare Aufklärung über den Berechnungsmodus und dessen Stärken sowie Schwächen führt zur allgemeinen Verwirrung und kann mitunter Skepsis gegenüber den angeführten Datenlagen bewirken.

Wir wollen deswegen einen Versuch zur Aufklärung unternehmen. Der allgemeine GPG ist eigentlich eine eher simplistische Rechnung, dessen Aussagekraft nur beschränkt ist: Er bezieht sich auf den durchschnittlichen Stundenlohn aller Männer im Vergleich zum durchschnittlichen Stundenlohn aller Frauen. That’s it. Das ergibt eine Lohndifferenz von 1,6 Prozent zum Vorteil der Männer und Nachteil der Frauen.

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