Diese Gedenkstätte versteht sich als partizipatives Work in progress mit dem Ziel, gemeinsam in den nächsten Jahren die Biografien der Familien von etwa 5.000 Menschen zu schreiben, die 1940 in Luxemburg gelebt haben, die vor und während des Zweiten Weltkriegs aufgrund der 1935 erlassenen nationalsozialistischen Rassengesetze als Juden galten und von Nazi-Deutschland und seinen Kollaborateuren verfolgt wurden. Fast 40 HistorikerInnen aus Luxemburg und dem Ausland beteiligen sich bereits an diesem wichtigen Projekt.
Zum 81. Jahrestag der ersten Deportation von Juden aus Luxemburg und der Region Trier in das Ghetto Litzmannstadt veröffentlichen wir heute fünf Kurzbiografien von Familien. Sie gehörten zu jenen 513 Menschen, die in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober 1941 von Luxemburg und Trier ins besetzte Polen verschleppt wurden. Die Geschichte dieser fünf Familien wird ausführlicher erzählt im Rahmen der ersten 50 Biografien, die seit dieser Woche online auf memorialshoah.lu zu lesen sind.
Guten Tag Herr Scuto, Die deutschen Psychiater Heinz HÄFNER und Wolfgang WERNER haben in Luxemburg darauf hingewiesen, dass es neben dem jüdischen auch einen medizinischen Euthanasie-Holocaust an als "biologisch minderwertigen" BürgerInnen gegeben hat. Auch diese Holocaust-Opfer brauchen eine (digitale) Gedenkstätte. Ein Ort im Herzen Luxemburgs eignet sich hierfür besonders. MfG Robert Hottua