Egal, welche Partei, welche Koalition nach den Chamberwahlen die weiteren Geschicke in Luxemburg bestimmt, beim „Mouvement écologique“ (Méco) ist man der Ansicht, dass sich eine Erkenntnis durchgesetzt haben sollte: Es sei „unverantwortlich gegenüber den folgenden Generationen, einfach immer so weiterzumachen“. So formulierte es Méco-Präsidentin Blanche Weber am Freitag bei der Vorstellung der „Roadmap fir d’Legislaturperiod 2023-2028“, einer 150-seitigen Broschüre, die in 13 Kapiteln detailreich Maßnahmen und Ideen auflistet für ein Leben, das auch wirklich lebenswert ist. Es geht, natürlich, um den Klimawandel und die Biodiversität – und dann noch viel mehr: Demokratie, Bildung, Dorfentwicklung und Wohnraumpolitik, Gesundheitspolitik bilden nur einige der Kapitelüberschriften.
Die Politik müsse sich am Gemeinwohl orientieren, „Gerechtigkeit und Solidarität“ zuerst im Blick haben, statt vor allem aufs ständige Wachstum, etwa des Bruttoinlandsprodukts, fixiert zu sein. Es sei doch längst klar erkennbar, „dass das Wachstum seine eigenen Erfolge auffrisst“, erklärt Weber im Oekozenter des Méco, wo sie mit drei Mitstreitern die Broschüre erläutert, die in ihrer Einführung „sieben Forderungen an die zukünftige Regierung“ erhebt. Es wurden dann sogar acht daraus, bei der aufwendigen Redaktion am umfangreichen Werk ist die Überschrift aber nicht angepasst worden. Langweilig soll der nächsten Regierung offenbar nicht werden.
E lauter Leit, déi op der Sonneséit liewen.
Fir ekologesch ze sin wir et besser eng E-Brochure erauszegin. Kee Pabeier!