Die jährliche Inflationsrate des Großherzogtums ist laut dem jüngsten Bericht des Statistikamts Statec von 3,6 Prozent auf 3,2 Prozent gesunken. Im Juni 2023 verzeichnete der von Statec berechnete nationale Verbraucherpreisindex dagegen einen monatlichen Anstieg von 0,3 Prozent. „Dieses Ergebnis ist vor allem auf den Aufschwung bei den Erdölprodukten und den Preisanstieg bei einigen reisebezogenen Dienstleistungen zurückzuführen“, so Statec. Der Gesamtindex für Juni, ausgedrückt auf der Basis 100 im Jahr 2015, liege zudem bei 120.46 Punkten. Der Halbjahresdurchschnitt des an die Basis 1.1.1948 angeschlossenen Index steigt demnach von 975.66 auf 980.22 Punkte. „Die nächste Indexierung wird ausgelöst, wenn der Wert von 988.75 erreicht wird“, so das Amt.
Im Vergleich zum Mai stiegen die Preise für Erdölprodukte laut dem Bericht um 1,8 Prozent. An den Zapfsäulen müssen die Autofahrer 1,8 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent mehr für Benzin oder Diesel bezahlen. „Für Haushalte, die ihren Heizöltank gefüllt haben, steigt die Rechnung im Vergleich zum Vormonat um 4,6 Prozent“, heißt es in dem Schreiben. Trotz dieser „leichten Erholung“ seien die Preise für Erdölprodukte immer noch 17,4 Prozent niedriger als im gleichen Monat des Vorjahres.
Die Nahrungsmittelpreise setzten laut der Statistikbehörde ihren im Oktober 2021 begonnenen Aufwärtstrend fort und stiegen im Monatsvergleich um weitere 0,2 Prozent. Die stärksten Preisanstiege gegenüber dem Vormonat seien bei frischem Fisch (+3,2 Prozent), Olivenöl (+4,1 Prozent) und Kartoffeln (+1,8 Prozent) zu verzeichnen. „Obwohl die Preise für frisches Gemüse sinken (-1,4 Prozent), was sich sichtbar auf den Gesamtindex auswirkt, bleibt ihre Entwicklung über ein Jahr hinweg sehr markant (+23,3 Prozent)“, berichtet Statec. „Im Jahresvergleich lagen die Lebensmittelpreise insgesamt um 11,4 Prozent höher.“
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