Als die Partei «déi Lénk» in der vergangenen Woche im Parlament den Antrag stellte, dass die Luxemburger Regierung das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan nicht unterschreiben soll, wollte keine andere Partei die Motion mittragen. Das Tageblatt unterhielt sich mit dem Abgeordneten Marc Baum über Freihandel und die Ideologie der anderen.
Tageblatt: Ihre Partei hatte eine Motion eingereicht, um zu erreichen, dass die Regierung das neue Freihandelsabkommen mit Japan nicht unterschreibt. Was haben Sie gegen Freihandel?
Marc Baum: Wir haben nichts gegen Handel. Das, was als Freihandel bezeichnet wird, bedeutet in der Praxis aber vor allem eine Deregulierung. Deregulierung aber bedeutet einen immer kleiner werdenden Einfluss der Öffentlichkeit und einen immer größeren Einfluss der großen Unternehmen. Und das, auf beiden Seiten. Wir haben keine Angst vor Japan, Kanada oder Australien. Es geht darum, dass die Macht dieser großen Unternehmen durch solche Abkommen stetig zunimmt.
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