Sa., 30. Mai 2020

Premium /  


  1. Jean Muller /

    Laute Zustimmung!!

    Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb:

    “Wenn aber in sehr vielen Ländern die Reaktionen auf die Pandemie soweit hinausgezögert wurden, dass es momentan von Sondererlässen, (Quasi-)Kriegsgesetzen, Grenzsperrungen, Ausgangssperren usw. nur so wimmelt, dann stellt sich die Frage wieviele davon sich in Zukunft defakto auch als ‘Staatsstreich’ erweisen werden.”

  2. J.Scholer /

    Ihre Überlegungen sind nicht von der Hand zuweisen, doch angesichts der kritischen Lage in Luxemburg glaube ich eher solidarisch gegen diese Situation anzugehen, etwaige Bedenken im Hinterkopfe zu wahren und gegebenenfalls nach dieser Durststrecke angemessen zu reagieren. Allerdings verweise ich auf eine viel größere Gefahr, diese Katastrophensituation hat bewiesen, welches Geistes Kind die europäische Solidarität , der Zusammenhalt ist.Eigennutz, Eigeninteressen stehen im Vordergrund.Die EU Kommission , ein Papiertiger hat alle Anzeichen der Krise regelrecht verschlafen, hat Handlungsunfähigkeit bewiesen .Diese Krise hat der Zukunftsvision eines sozialen Europas, eines Europas des Zusammenhaltes den politischen Dolchstoß versetzt, alle bisherigen Sonntagsreden als Lobeshymnen auf das europäische Konstrukt als Lüge, Vorspielen falscher Tatsachen entlarvt. Die EU ist und bleibt ein Modell der Wirtschaft , der Maximierung des Kapitals, der Machtinteressen der großen Länder.Jeder klardenkende Mensch wird mir zustimmen, die Grundfeste der EU wanken und werden in der Zukunft den Nährboden populistischer Strömungen füttern. Trotz der kritischen Gesundheitssituation in unserem Land bin ich froh über den Zusammenhalt der Menschen, egal welcher politischer, konfessioneller Ansicht, egal welcher Hautfarbe, Nationalität.

  3. Graucho /

    Wenn wir eine Union sein wollen,dann wäre jetzt die Zeit das zu beweisen.Das Problem ist ein europäisches Problem und sollte auch auf diesem Niveau angepackt werden. Hysterie als schlechter Ratgeber,Einigeln im eigenen Land,Grenzen schliessen, Ausgangssperren ( 3 Monate Hausarrest in Italien für alte,gefährdete Menschen!) sind sicher Stoff für Panik. Dabei sind die ersten drei Regeln leicht zu beachten,aber leider hält sich niemand daran. Ob ein Virus nun auf einer Hand klebt oder an einem Handschuh ist sicher egal. Wer damit ins Gesicht greift ohne Hände zu waschen ist im Geschäft.Dasselbe gilt für Versammlungen wo Mindestabstände von 2 Metern nicht eingehalten werden. DAS hätte von einer Komissionspräsidentin und von den jeweiligen Landesführern schon sehr viel früher gesagt werden müssen und zwar in gemeinsamen Einvernehmen.Nicht jeder für sich und wenn es zu spät ist. Das Virus ist in jedem Land da helfen Grenzschliessungen nichts mehr.

  4. J.Scholer /

    @Gaucho: Zum Nachdenken: Deutschland war treibende Kraft des EU Konstruktes Wirtschaftliche Interessen, Machtinteressen im Fokus und eines der ersten Länder das Grenzschliessungen ( unsere Regierung wurde nicht im Vorfeld informiert)anordnet, wohlweislich im Wissen ,der Warenverkehr leiden wird, hat Ausfuhrbestimmungen von bestimmten Gütern in die EU angeordnet. Die Benelux war ein kleines Konstrukt , das funktioniert hat, EU dagegen ein Interessenclub. Deutschland hat immer auf ein Europa ohne Grenzen gepocht, freier Warenverkehr,Reisefreiheit.Deutschland hat jetzt bewiesen, in den Köpfen bleiben die Grenzen ewig existent, die europäische Solidarität gleich der Trump‘chen Politik eines America‘s first ist.

  5. guyT /

    Grenzschliessungen bremsen die Verbreitung der Viren weil sie die Zahl der Kontakte vermindern und auch Risikogebiete mit hohen infektionsraten (Italien, Iran) abzugrenzen. Die EU grenzt sich jetzt auch nach aussen ab.

Kommentieren Sie den Artikel

Meistgelesen