Die Kartografierung Afrikas durch die europäischen Mächte manifestierte sich vor Ort als gewaltsamer Konflikt. Die im Kongo lebenden Bevölkerungen sollten durch „Verträge“, die die lokalen Bewohner in den allermeisten Fällen nicht lesen konnten, unterworfen werden. Die Forschungsreisen waren de facto militärische Strafexpeditionen.
1882 schließt sich der aus Buschrodt stammende Offizier Nicolas Grang der Expedition unter Stanley an. Er stirbt ein Jahr später in Léopoldville an einer Erkältung, nachdem er zuvor an militärischen Angriffen beteiligt gewesen war. Als erster, aber nicht als einziger Luxemburger – wie die Ausstellung „Le passé colonial du Luxembourg“ im Musée national d’histoire et d’art (MNHA) gerade zeigt – war er bei der Kolonisierung des Kongos beteiligt.
Guten Tag Herr Goergen, die transnationale Verflechtung von Kolonialismus ist mit der transnationalen Verflechtung von abwertendem, der Bevölkerungskontrolle verpflichtetem Eugenismus gekoppelt. Was heißt "die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte essentialisieren"? MfG Robert Hottua