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EditorialKinder sind keine Schutzschilde

Editorial / Kinder sind keine Schutzschilde
Es ist unverantwortlich, junge Kinder auf eine Demo mitzunehmen, bei der es erfahrungsgemäß zu Unruhen oder Auseinandersetzungen kommt  Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Eine Aufnahme der jüngsten Antivax-Proteste sorgt für Empörung. Zu sehen ist ein Kind, das scheinbar mit Polizisten in schwerster Schutzkleidung verhandelt. Ob es nun von Erwachsenen als Schutzschild missbraucht wird oder einfach nur um Durchlass bittet: Wer seine Kinder zu Protesten mitnimmt, die ein gewisses Gewaltpotenzial hegen, handelt in höchstem Maße verantwortungslos.

Nun, da es auch in Luxemburg um das Thema der Kinderimpfungen geht, nehmen immer mehr Eltern ihren Nachwuchs zu den Demonstrationen mit. Schließlich gilt die Meinungs- und Versammlungsfreiheit auch für Kinder. Allerdings sollten die Eltern ihre Fürsorgepflicht wahrnehmen und nur an Veranstaltungen teilnehmen, die friedlich verlaufen. In Luxemburg fehlt es nicht an legalen Alternativen. Mit Organisatoren, die dafür bürgen, dass die Veranstaltungen nicht ausufern. Seit Anfang Dezember aber mischt eine Bewegung mit, die regelmäßig Schlagzeilen macht. Mit Demos, die nicht gemeldet werden und Teilnehmern, die sich nicht an die Regeln halten.

Auch wenn die Gefahr von vereinzelten Unruhestiftern ausgeht: Fakt ist, dass die Polizei schon länger unter einem gewissen Druck steht, die unangemeldeten Proteste im Keim zu ersticken. Vor diesem Hintergrund ist es unverantwortlich, junge Kinder auf eine Demo mitzunehmen, bei der es erfahrungsgemäß zu Unruhen oder Auseinandersetzungen kommt.

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Kay
19. Januar 2022 - 15.48

Ein deutscher konservativer Innenminister (Friedrich Zimmermann, CSU) bezeichnete in den 80ern Kinder [hier: getragene Säuglinge] auf Demonstrationen in den 80ern als „passive Schutzbewaffnung” und stellte sie mit etwa Motorradhelmen gleichgeordnet dar. Ok, damals waren es Atomkraftgegner, was ja mit Impfgegnern nicht vergleichbar ist. #stopsarcasm

De klenge Frechdachs
18. Januar 2022 - 13.49

D'Eltere sollen net sou schäinhelleg sinn, wéi wann hinnen d'Wuel/Zukunft vun hire Kanner esou wichteg ass. Hunn op de Klimademoen op alle Fall wéineg Erwuessener gesinn. A wann ech héiere wéi déi al iwwert d'Jugend schwätzt, da behaapten ech, dass se hei d'Kanner bewosst ausnotzen. D'Elteren sollen déi néideg Wäitsiicht hunn fir aschätzen ze kënnen, wou se hier Kanner mathuelen. An dofir gëtt et e Jugendschutzgesetz. Schutz vum Kand virun all Form vun Abus.