Angesichts einer immer gefährlicher werdenden Sommer-Corona-Welle raten die zuständigen EU-Behörden deutlich mehr Menschen, sich ein viertes Mal impfen zu lassen. Die Europäische Gesundheitsbehörde ECDC und die Europäische Arzneimittelbehörde EMA schlagen nun auch allen EU-Bürgern zwischen 60 und 79 Jahren den zweiten Booster vor – und zwar so bald wie möglich. Bislang galt diese Empfehlung lediglich für alle ab 80. Sie umfasst auch alle mit Vorerkrankungen und anderen Risiken. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides betonte: „Wir haben keine Zeit zu verlieren.“
Auch allen bislang Ungeimpften empfahl die Kommissarin „dringend“, sich so bald wie möglich impfen zu lassen. Zuvor hatte die ECDC eine neue Übersicht über die Corona-Situation in Europa veröffentlicht. Danach stiegen die Fallzahlen insbesondere bei Personen ab 65 Jahren in 22 der 24 Länder mit gemeldeten Statistiken. Das Niveau erhöhte sich um 32 Prozent im Vergleich zur Vorwoche und erreichte bereits 63 Prozent des bislang verzeichneten Pandemie-Maximums.
Beginn einer neuen, weit verbreiteten Welle
„Die zunehmende Übertragung unter älteren Altersgruppen beginnt sich in steigenden Raten schwerer Erkrankungen niederzuschlagen“, heißt es in dem Report weiter. Für EMA-Chefin Andrea Ammon signalisiert dies den Beginn einer neuen, weit verbreiteten Covid-19-Welle in der Europäischen Union. Bei den Einweisungen in Krankenhäuser und der Belegung von Intensivstationen zeige der Trend in mehreren Ländern nach oben.
In der aktualisierten EU-Behörden-Empfehlung wird den autorisierten Covid-19-Impfstoffen weiterhin hohe Wirksamkeit bei der Vermeidung von Krankenhauseinweisungen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerade im Zusammenhang mit den sich verbreitenden Corona-Varianten auf der einen Seite und dem abnehmenden Schutz in der Bevölkerung auf der anderen Seite zuerkannt. Betroffen seien vor allem Personen mit höherem Risiko in Ländern mit bislang nur geringem Anteil an Menschen mit Grundimmunisierung und erstem Booster. Es sei wichtig, in den Sommermonaten die Anstrengungen zum Erreichen dieser Gruppen mit den vorhandenen Impfstoffen aufrechtzuerhalten, hält die ECDC fest.
Mathematische Modellrechnungen hätten eindeutige Vorteile eines frühen zweiten Boosters ergeben. Deshalb sollte dieser nicht mehr nur für alle ab 80 Jahren, sondern auch für alle ab 60 und altersunabhängig für verletzliche Personengruppen zur Verfügung stehen. Die EU-Experten empfehlen die zweite Auffrischungsimpfung mindestens vier Monate nach der ersten, mit einer Konzentration auf alle jene, deren vorangegangener Booster bereits länger als sechs Monate zurückliegt. Relevant sei dies vor allem für jene Länder, bei denen die Verbreitung der Virus-Varianten B4 und B5 gerade begonnen habe oder ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe.
Angehörige des Gesundheitssystems und Beschäftigte in Langzeit-Pflegeeinrichtungen sollten dann Booster-Impfungen erhalten, wenn sie zu priorisierten Gruppen gehören. Für Bewohner solcher Heime gälten die allgemeinen Empfehlungen in Bezug auf Alter und Vulnerabilität.
Für die absehbare weitere Welle in den Herbst- und Wintermonaten sind die EU-Mitgliedsländer aufgerufen, sich auf die Beschaffung weiterer Impfstoffe vorzubereiten und sich auf die Möglichkeit von Kampagnen zugunsten von Impfungen sowohl gegen Covid-19 als auch gegen Grippe einzustellen.
In der Übersicht der Situation in Europa wird festgehalten, dass in mehr als der Hälfte der Regionen bereits zweite Booster empfohlen und verteilt werden. Allerdings sei das Ausmaß sehr unterschiedlich und insgesamt noch niedrig.
Inzidenzen in der EU: Luxemburg auf Platz zwei
In Luxemburg schlägt die „Santé“ nach einer Empfehlung des „Conseil supérieur des maladies infectieuses“ (CSMI) bislang eine zweite Booster-Impfung für Menschen ab 70 Jahren sowie Risikopatienten vor.
Inzwischen verzeichnet die ECDC jedoch im europäischen Schnitt eine 14-Tage-Infektionsrate je 100.000 Einwohner von 921. Unter den Ländern mit Spitzenwerten sind auch einige der beliebtesten Urlaubsgebiete. Am höchsten ist die Rate derzeit in Zypern (3.205), gefolgt von Luxemburg (1.998), Frankreich (1.782), Griechenland (1.673), Island (1.520) und Deutschland (1.410). Die Hospitalisierungsrate je 100.000 Einwohner stieg im europäischen Schnitt auf 7,9. Besonders hohe Todesraten weisen derzeit Malta (34,9 je eine Million Einwohner in den letzten beiden Wochen), Portugal (27,5), Griechenland (19,9) und Norwegen (16,1) auf.
Zu Demaart
P.S. Der Booster hatte es in sich und deshalb verzichte ich auf den zweiten...
Nicht mit mir - mit drei mal habe ich meine Pflicht und Schuldigkeit erfüllt - das reicht!
Keine Zeit zu verlieren? Und alle laufen herum als würde es das Virus nicht geben! Die Wuhan Impfstoffe können die Katastrophe wohl kaum noch verhindern.
Nur voll spritzen lassen bis zum Geht nicht mehr. Bis jetzt alles konzeptloses politisches Handeln.
Die ablaufenden Stoffe müssen weg, den Weg frei machen für die an Omikron 4 bis 5 angepassten Substanzen! Währenddessen macht das Virus sein Update auf 6 und 7.Und immer wieder beginnt ein neues Spiel.