Im 19. Jahrhundert waren Telefonzellen für viele Menschen das Tor zur Welt. Spätestens seit der Erfindung des Mobiltelefons aber verschwanden sie zusehends aus dem öffentlichen Raum. Waren es 2013 landesweit noch 621, so sank deren Zahl bis Ende 2017 laut Postunternehmen auf 468. Klassische gelbe Telefonkabinen gibt es heute etwa um die 300 Stück.
Bedeutet diese Entwicklung nun das Ende der Telefonkabinen? Nicht ganz, denn jetzt wird einigen davon hierzulande neues Leben eingehaucht. Derzeit werden mehr als 50 ausgemusterte Telefonzellen als Bücherkabinen benutzt. Dort kann jeder sich ein Buch ausleihen und im Gegenzug ein anderes hinterlassen. Das System kommt laut den Projektverantwortlichen gut bei den Leuten an. „Wir recyceln die Kabinen, die sich oft noch in einem guten Zustand befinden, und tun parallel etwas für die Kultur“, freut sich Gaby aus Beggen. Sie ist regelmäßiger Besucher der Bücherschränke in der Hauptstadt.
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Kann Virus enthalten?