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D’Stad liestJenischer Abend: „Hei wëll ech bleiwen, hei sinn ech gebuer“

D’Stad liest / Jenischer Abend: „Hei wëll ech bleiwen, hei sinn ech gebuer“
Am vergangenen Mittwoch stand die Sprache der Lakerten, das Jéinische, im Mittelpunkt Foto: André Feller

„D’Stad liest“, eine Bibliothek unter freiem Himmel im Hof des ehemaligen Athénée in der hauptstädtischen rue Notre-Dame, lädt alle Lesebegeisterten noch bis zum 3. September zum Schmökern ein. Eine große Auswahl an Lektüre für Groß und Klein, Tische, Stühle und Liegestühle, installiert unter einem Baum, dürften dann auch alle Wünsche der Leseratten erfüllen. Lesungen und Workshops setzen der Aktion rund ums Lesen das i-Tüpfelchen auf.

Unter dem Motto „E jéineschen Owend – Mir schmusen“ führten Romain Pansin, Roger Medernach, Pit Ludwig, Marie-Marthe Müller, Claudine Tockert und Tiffany Martin mit musikalischer Begleitung vom „Sang & Klang“ in die Geheimsprache des Kramhandels ein. Claudine Tockert ging in einem Vortrag auf die Werke und Untersuchungen von Professor Joseph Tockert ein. Aus ihrer Vorlesung aus dem Buch „Das Weimerskircher Jenisch“ erfuhren die zahlreichen Anwesenden nicht nur Einblicke in die Geschichte der Lakerten.

Um 1900 gab es laut den Recherchen von Joseph Tockert etwa 40 Familien, die den fahrenden Handel betrieben. Sie tauschten Kramwaren wie Porzellan, Ellenwaren, Kurzwaren, auch Obst gegen Eisen, Lumpen und Knochen. Die Lumpenkrämer bezeichneten sich selbst als „Lakerten“. Der Ortsteil Weimerskirch trug lange den Spitznamen „Bei de Lakerten“, ihre Sprache wurde als Lakerschmus, Lakersprache oder Jéinesch bezeichnet und bescherte ihnen wesentliche Vorteile im Handel. Die Kundschaft war kaum mit dem Jéineschen vertraut.

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