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EditorialJeder kann etwas für seine Gesundheit tun und das Versorgungssystem entlasten

Editorial / Jeder kann etwas für seine Gesundheit tun und das Versorgungssystem entlasten
Gesundheit liegt oft in den eigenen Händen Foto: Shutterstock/Alim Yakubov

Die Psychiater schlagen Alarm. Zu Recht? Sie weisen auf akute Versorgungsprobleme und Fachkräftemangel hin. Sollte man ihr Klagen und Fordern auf die leichte Schulter nehmen? Ohne psychische Gesundheit keine Gesundheit, sagt die Luxemburger Vereinigung der Psychiater. Zumindest damit haben sie mehr als recht. Die Eigenverantwortung der Menschen sollte man dabei nicht außer Acht lassen.

Wenn es heißt, dass aufgrund steigender psychischer Erkrankungen, bedingt auch durchs Bevölkerungswachstum, der Druck auf das Versorgungssystem wächst, sollte man sich Gedanken machen. Wer heute üble Laune hat, kann morgen schon unter Depression, unter Burnout, unter Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit leiden, Angstzustände oder Verhaltensstörungen haben. Das gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Wenn das der Fall sein sollte, brauchen die Betroffenen Hilfe. Schnell und kompetent – echte Hilfe, keine Quacksalber aus dem Internet. Multidisziplinäre Herangehensweise könnte ein Stichwort sein, wenn nach Lösungen gesucht werden sollte. Um die Qualität der Versorgung auch in Zukunft sichern zu können, muss verstärkt in innovative sektorenübergreifende Versorgungsmodelle investiert werden. Das scheint auch die Zielsetzung des neuen nationalen Plans für psychische Gesundheit zu sein. Den Psychiatern zufolge werden diese Ziele im Plan aber nicht ausreichend definiert. Es fehle an Prioritäten und an einer klaren politischen Marschrichtung. An der nächsten Regierung sei es, Leadership zu zeigen. Oder anders ausgedrückt: Den Worten müssen Taten folgen.

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liah1elin2
5. September 2023 - 12.54

Es darf von uns allen schon verlangt werden, sich seine Gewohnheiten von Zeit zu Zeit zu überdenken und zur Vermeidung von zukünftigen medizinischen Problemen, präventiv tätig werden. In den Ärzten sehe ich die Pflicht, dies ihrer Kunschaft umfassend zu vermitteln und man darf ruhig hartnäckig nachfragen.

Nomi
4. September 2023 - 14.52

Wann d'Dokteren sech net geifen d'Patienten vun dem Engen zum Aaneren schecken kennt eisen Gesondheetssystem och Mio. spuren !