Ein halbes Jahrhundert später ist die von „Die Grenzen des Wachstums“ ausgelöste Debatte angesichts einer Klima- und Umweltkrise mit Macht zurück.
Das Buch geriet 1972 sofort unter Beschuss seitens der Ökonomen, die den Verfassern ein mangelndes Verständnis wirtschaftlicher Grundprinzipen vorwarfen. Wenn eine Ressource knapper würde, so erklärten sie, würde der Preis zwangsläufig steigen. Andere Ressourcen würden sie dann ersetzen, und sie würde auf effizientere Weise genutzt. Die technologische Innovation würde zu neuen, saubereren Produktionsmethoden führen. Das Wirtschaftswachstum würde daher nicht zu einem gesellschaftlichen Zusammenbruch führen, sondern sei vielmehr selbstkorrigierend – und zudem die einzige Möglichkeit, wie Länder durch Entwicklung der Armut entgehen könnten.
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