Stéphane Floccari, Philosophieprofessor und Lehrbeauftragter an der Sorbonne, beschreibt diese Rituale: „Sie kommen nicht, um zu plaudern: Man kann seinen Nachbarn kaum verstehen. Auch nicht, um zu konsumieren: Die meisten Geschäfte haben ihre Rollläden heruntergelassen. Oder um spazieren zu gehen: Man kann kaum zwei Schritte vor sich machen. Sie sind auch nicht hier, um Forderungen zu stellen: Die einzigen Slogans, die ausgetauscht werden, sind Siegesgesänge. Sie haben sich versammelt, um an einem Fest teilzunehmen, das in keinem Kalender steht, das sie aber um nichts in der Welt verpassen würden (…). Ob es sich um temporäre oder lebenslange Fans handelt, sie unterstützen ihre Heroen mit einer Stimme. Eifrig prägen sie sich deren Legenden in ihr Gedächtnis ein, indem sie sich ihre Heldentaten im Übermaß zu eigen machen.“
3. Dezember 2023 - 11.08 Uhr
ZeitgeschichteGeorges Kleppers Luxemburger Sportgeschichte(n)

Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können