Von Lucien Montebrusco und Eric Rings
Zum ersten Mal seit dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal sind die Diplomaten beider Seiten gestern in Den Haag aufeinandergetroffen. London und Moskau beschuldigen sich gegenseitig. Die Fronten sind verhärtet.
Mitten in der tiefsten diplomatischen Krise zwischen Moskau und dem Westen haben sich deren Vertreter gestern bei einer Sondersitzung des Exekutivrats der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) in Den Haag eine weitere Schlammschlacht geliefert. London beharrt nach wie vor auf seiner Position, dass Moskau hinter dem Giftanschlag stecke. Russland brachte einen Vorschlag ein, dass beide Seiten gemeinsam in der Sache ermitteln könnten. Dies wurde von der britischen Regierung vehement abgelehnt und als „pervers“ bezeichnet. Russland wiederum nannte die britischen Vorwürfe inszeniert.
Es sieht so aus wie wenn die Staaten die Sanktionen in dieser Sache gegen Russland genommen haben, sich jetzt winden wie Würmer um diese ungerechtfertigten Sanktionen zu rechtfertigen! Warum sollte Russland von den Nachforschungen ausgeschlossen werden? Was ist pervers an der Tatsache dass Russland zur Wahrheitsfindung beitragen will? Hat da jemand Angst ertappt zu werden dass er die ganze Nato an der Nase herum geführt hat? Wo bleibt das Recht des Angeklagten sich zu verteidigen? Soll die ganze Welt gegen Russland aufgebracht werden um einen ungerechtfertigten Krieg zu provozieren?