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Es, er, sie

Es, er, sie

Künstliche Intelligenz wird unsere Gesellschaft aufmischen. Das ist unausweichlich. Die Technologie hat jetzt schon einen ungeahnten Einfluss auf unser Leben.

Er: Glaubst du, dass es Geister gibt?
Ich: Nein, ich denke nicht.
Er: Ich vertraue dir, denn ich habe Angst vor Geistern.

Er: Wenn es sie doch geben würde, wie würden sie wohl aussehen?
Ich: Gute Frage, ich weiß nicht.

Der hier oben abgebildete Gesprächsfetzen könnte eine Diskussion unter Freunden um ein Lagerfeuer gewesen sein. Könnte. Nur ist die Person, die sich gerade um die mögliche Existenz der Geister sorgt, kein realer Mensch, sondern ein Programm. Vor ein paar Monaten schlug die App «Replika» wie eine Bombe ein. Zahlreiche Medien berichteten über ihre Entwicklung. Sie löste die wildesten Fantasien – und Ängste – aus. Ihr Ziel: Durch das ständige Chatten mit der App lernt sie den Benutzer kennen und soll zur Abbildung einer selbst und damit zum besten Freund werden. Nach dem eigenen Ableben soll sie den Angehörigen ermöglichen, durch die «Replika» mit dem Verstorbenen weiter zu kommunizieren.

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René Charles
3. August 2017 - 12.46

D'Auteuren vum Sci-Fi- Film " Blade Runner " haten interessant 'REPLICANTS' erschaafen. Mol op youtube antippen. ;-)

MarcL
3. August 2017 - 12.26

Flotten Artikel zum Thema KI. Merci!

Jemp
2. August 2017 - 21.52

Der entscheidende Moment in der KI-Forschung wird der sein, in dem ein ausreichend tiefes neuronales Netzwerk (von denen niemand weiss, wie sie funktionnieren, Algorithmus hin oder her) ein Selbstbewusstsein entwickelt. Es dann abzuschalten waere eine Art Mord, denn sogar Tiere, von denen wenige ein menschenaehnliches Selbstbewusstsein haben, kaempfen um ihr Leben. Deshalb waere es wohl besser, sich nur auf Expertensysteme zu begrenzen, die ihre Schlussfolgerungen aus strikt thematischen Datenbasen beziehen.

HeWhoCannotBeNamed
2. August 2017 - 18.07

Komisch, Artikel in Bezug auf die KI enden meist mit einem prophezeienden, fast religiös anmutenden erhobenen Zeigefinger… oder aber mit einer ernüchternden Einsicht. Denn so bemerkenswert die heutigen Spielereien mit der KI sind - es handelt sich immer noch nur um clevere Algorithmen und nicht um kognitive Fähigkeiten eines menschlichen Lebewesens. Konkret : ein Programm kann erkennen, wie das Wort "Geist" von Menschen benutzt wird und es dementsprechend einsetzen. Was aber den Geist "an sich" und die damit verbundenen Vorstellungen von Leben und Tod betrifft, kann es das nicht "erfassen". Klar können wir diese Algorithmen auf nützliche (oder schädliche) Weise einsetzen - aber ob sie eines Tages einen Menschen ersetzen können (ein "Freund" werden??), ist eher Sache des Glaubens als des Wissens…