Samstag31. Januar 2026

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Ermittlungsverfahren gegen französischen Milliardär Bolloré

Ermittlungsverfahren gegen französischen Milliardär Bolloré

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Die französische Justiz hat Ermittlungsverfahren gegen den prominenten Milliardär Vincent Bolloré (66) und zwei Manager seines Konzerns eröffnet. Bolloré werde unter anderem die Bestechung eines ausländischen Staatsbediensteten vorgeworfen, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund ist laut Medien die Vergabe von Hafenkonzessionen in Westafrika an Bollorés Firmengruppe. Der Fall schlägt in Frankreich große Wellen, da Bolloré zu den bekanntesten Unternehmern im Land gehört.

Nach Informationen der Tageszeitung Le Monde betreffen die Ermittlungen den Zuschlag von zwei der insgesamt 16 Container-Terminals der Bolloré-Gruppe in Afrika, in Lomé (Togo) und in Conakry (Guinea). Die Justizkreise äußerten sich nicht im Detail zu den Abläufen in Afrika. Das fast 200 Jahre alte Familienunternehmen Bolloré hatte mitgeteilt, es habe bei den Afrika-Geschäften keine Unregelmäßigkeiten gegeben.

Ermittler hatten den Manager nach früheren Informationen aus Justizkreisen am Dienstag in Gewahrsam genommen und ihn angehört. Der Konzern ist in den Bereichen Transport, Logistik, Energiespeicherung und Kommunikation tätig und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 80.000 Menschen. Nach Schätzungen des US-Magazins Forbes beträgt das Vermögen des aus der Bretagne stammenden Vincent Bolloré und seiner Familie rund 7,2 Milliarden US-Dollar (knapp 5,9 Mrd Euro).