Beim Lesen der betreffenden Zeilen fühlte ich mich ins letzte Jahrhundert zurückversetzt: ungenügendes Kundenpotenzial, nicht mehr zeitgemäß, Verschwinden eines Bahnübergangs, das waren alles Aussagen, die das Aus für so manche Bahnstrecke bedeutete. Bei uns sei in diesem Zusammenhang an das Teilstück zwischen Rümelingen-Stadt und Rümelingen-Öttingen erinnert, das 1996 stillgelegt wurde, da der Bahnübergang im Zentrum anscheinend den Verkehrsfluss des Individualverkehrs störte und die damaligen Gemeindeverantwortlichen auf dessen Abschaffung drängten.
Heute ist es auf diesem Gebiet zu manchem Umdenken gekommen. Es wurde auf Verkehrsexperten wie Professor Heiner Monheim oder Professor Hermann Knoflacher gehört und die Bedeutung der Schiene wurde wiedererkannt. Somit erlebt manche Bahnlinie, die vor Jahren als nicht rentabel und nicht mehr zeitgemäß aufgegeben wurde, heute eine erfolgreiche Wiedergeburt, auch wenn heute noch Lokalpolitiker liebend gerne auf die Schiene verzichten würden, um in ihren Augen wichtigere Straßenprojekte oder voll im Trend liegende Fahrradwege auf Bahntrassen zu realisieren.
Mir wiren haut och fro' wann mer d'Attert-Line vun Ettelbreck ob Pei'teng net oofgrappt haetten !
Man kann bloß hoffen, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen ist. Wir sollten uns nicht von der Corona-Krise ablenken lassen.
Exzellenter Artikel mit der ganzen Historie. In der Tat - der Mensch wiederholt immer und immer wieder seine Fehler....
Eine bessere Lösung als ein Bus wäre der Ersatz der Züge durch eine Strassenbahn, die über die bestehende Streckeninfrastruktur verkehrt , ein "Train-Tram" der eventuell sogar bis nach Villerupt ausgebaut werden könnte....