Mit dem Ende des Schuljahres beginnt für viele Jugendliche die Suche nach einem Studienplatz, einer Ausbildungs- oder einer Arbeitsstelle. Dass dies eigentlich der spätmöglichste Zeitpunkt ist, ist hoffentlich auch den Betroffenen klar. Zukünftige Studenten müssen sich hingegen schon im Jahr vor dem Abitur nicht nur mit der Auswahl der Studienrichtung, sondern auch mit der Wahl des Studienlandes auseinandersetzen. Jene, die einen Ausbildungsplatz beziehungsweise eine Arbeitsstelle suchen, können sich damit ein wenig mehr Zeit lassen. Dies aber nur unter der Bedingung, dass der Berufswunsch klar definiert ist.
Und genau hier hapert es! Seit Jahren, wenn nicht schon seit Jahrzehnten, wird in den klassischen Ausbildungsberufen nach dem Prinzip des „Choix par l’échec“ vorgegangen: Haben die Jugendlichen nicht die benötigten Schulnoten, um im Sekundarunterricht in die nächste Klasse zu kommen, dann wird ihnen zu einer Berufsausbildung geraten. Dass dies weder im Sinne von Handwerk und Handel noch im Interesse der Jugendlichen ist, dürfte jedem einleuchten. Den seit Jahren währenden Worten des Bildungsministers, laut welchen das Handwerk einen besonderen und wichtigen Stellenwert im Schulsystem hat, sind in den letzten Jahren keine Taten gefolgt.
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