Am gestrigen Sonntag öffnete das Schloss seine Tore für die breite Öffentlichkeit. Einst entstand es zwischen 1639 und 1647 und wurde vom Hüttenbesitzer Thomas Bidart im Tal der Eisch errichtet. 1719 erbte die Familie des Grafen Marchant das Schloss. Unter den Anweisungen des Grafen wurden das Schloss und seine Gärten mehrfach erweitert.
Seit 1987 ist das Schloss in Besitz der japanischen spirituellen Organisation Sûkyô Mahikari. Sie ließ das Schloss mithilfe des „Service des sites et monuments nationaux“ restaurieren.
Die gestrige Auflage des Schlossfestes war wieder ein großartiger Erfolg. Tausende Besucher, über den Tag verteilt, fanden den Weg ins idyllische Ansemburg im Eischtal. In einer gemütlichen Atmosphäre wurde den Besuchern ein interkulturelles Fest geboten. Im Angebot: abwechslungsreiche Gastronomie aus allen Ecken der Welt sowie eine Vielzahl an handwerklich hergestellten Produkten. Der Erlös des Festes geht an ein einzigartiges humanitäres Projekt, das wesentlich zum Abbremsen des Klimawandels beitragen soll.
Bruno Théret, Vorsitzender der im vergangenen Jahr gegründeten Stiftung „Coeur Vert Luxembourg – Guérir la terre er restaurer la paix entre les peuples” nutzte die Gelegenheit, den Besuchern das Projekt der afrikanischen „grünen Mauer“ vorzustellen.
Seine Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt nicht nur finanziell zu unterstützen, sondern auch durch ehrenamtliche Hilfe, wobei insbesondere die Jugend mit einbezogen werden soll, so Bruno Théret,
2022 sei das internationale Jahr der Jugend. Ein optimaler Zeitpunkt, junge Menschen im Rahmen des Ehrenamts an der Aufforstung des grünen afrikanischen Gürtels zu beteiligen.
Ein derartiges Engagement sieht Bruno Théret als wichtige Etappe im Reifeprozess eines jungen Menschen. Er wird vor Ort vielen Helfern begegnen, Menschen aus Afrika, Jugendlichen aus Europa und Jugendlichen aus aller Welt. Gemeinsam können Sie sich an diesem humanitären Projekt beteiligen und gemeinsam Frieden schaffen. Denn, so der Vorsitzende, das Projekt dient nicht nur der Aufforstung.
Durch das Pflanzen des afrikanischen Gummibaums entstehen in einer ersten Etappe Arbeitsplätze für die Frauen. Die Aufforstung wirkt dem Klimawandel und der Wüstenbildung sowie dem Verlust fruchtbarer Böden entgegen. In jenen Regionen, wo die Aufforstung fortgeschritten ist, regnet es wieder, so der begeisterte Präsident.
Es bleibt aber viel zu tun: Laut den Vereinten Nationen sind seit dem Bau der „grünen Mauer“ innerhalb einer Dekade nur 15 Prozent des Ziels erreicht. Die neu gegründete Vereinigung „Coeur Vert Luxembourg“ will nun ihren Teil dazu beitragen, das Aufforstungsprojekt voranzutreiben und dabei die breite Öffentlichkeit in Luxemburg und insbesondere die Jugend zu sensibilisieren. Demnach werden in naher Zukunft weitere Aktionen erfolgen, so Bruno Théret zum Abschluss unseres Gesprächs.
Web: https://fondationcoeurvert.org/
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Zu Demaart












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