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Luxemburg Chamber diskutiert Unzulänglichkeiten der psychischen Jugendbetreuung

Luxemburg  / Chamber diskutiert Unzulänglichkeiten der psychischen Jugendbetreuung
Auch und besonders für Entwicklung junger Menschen war die Pandemie eine große Herausforderung Foto: Pixabay

Das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen im Kontext der sanitären Covid-Krise war das Thema einer Interpellation, die der CSV-Abgeordnete Marc Spautz bereits vor mehr als einem Jahr angefragt hatte, die dennoch am Donnerstag zu recht interessanten Aussagen und Einblicken führte. Im Rahmen eines notwendig gewordenen Finanzierungsgesetzes zur „Superdreckskëscht“ prallten dann heftige Vorwürfe der Opposition auf eine Verteidigungsstrategie der Mehrheit, die immerhin Fehler einräumte.  

So erinnerte Marc Spautz eingangs der Sitzung an die schwierigen Zeiten für Kinder und Jugendliche, besonders während der Zeiten des Covid-bedingten Lockdowns. „Bleif doheem“ statt „Genéiss deng Jugend“, habe es für die jungen Menschen geheißen. Bei einigen habe die Situation zu Depressionen bis hin zu Suizidgedanken geführt. Dabei habe die Jugend alles richtig gemacht, sei zu Hause geblieben, habe den Kontakt mit vulnerablen Großeltern z.B. gemieden, habe Distanz zu Freunden gewahrt usw. 

Spautz betonte weiter, die Jugendlichen hätten sich nicht mehr sozial eingebunden gefühlt, ohne Mitspracherecht und mit ungewissen Zukunftsperspektiven konfrontiert. Das Phänomen der Vereinsamung sei sehr real gewesen, besonders da Sport und Kultur in den Vereinen kaum mehr möglich waren. In Ausbildung und Beruf seien Praktika abgesagt worden, Schultage fielen aus. Der Redner ging weiter auf die sozialen Unterschiede ein, die ein mehr oder weniger gutes Leben mit der Pandemie ermöglichten. Wer etwa keinen Garten zur Verfügung hatte, litt mehr unter der Krise als Kinder von Eigenheimbesitzern mit Gelände. 

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