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LuxemburgDie Sommerhitze ist da: Das Thermometer könnte am Samstag bis zu 36 Grad erreichen

Luxemburg / Die Sommerhitze ist da: Das Thermometer könnte am Samstag bis zu 36 Grad erreichen
 Foto: AFP

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Der Sommer ist in Luxemburg angekommen. Wie Meteolux am Dienstag berichtet, könnte das Thermometer am Samstag bis zu 32 Grad erreichen – Météo Boulaide warnt sogar vor bis zu 36 Grad.

Luxemburg muss am Samstag laut Meteolux mit Temperaturen von bis zu 32 Grad rechnen. Das teilte die Wetterbehörde am Dienstag auf ihrer Webseite mit. Der unabhängige Wetterdienst Météo Boulaide redet sogar von 31 bis 36 Grad. Und: „Das deutsche Modell ICON will sogar 38 oder 39 Grad nicht ausschließen, aber das muss erst noch bestätigt werden“, schreibt Météo Boulaide am Dienstagnachmittag.

Meteolux rechnet für Mittwoch mit bis zu 29 Grad – am Donnerstag und Freitag könnte das Quecksilber auf 30 Grad klettern. Am Sonntag soll es mit 26 Grad wieder etwas abkühlen. Laut Météo Boulaide bestehe am Sonntag auch ein Gewitterrisiko. „Was das Thema betrifft, kann man allerdings noch keine genauen Aussagen treffen“, schreibt der Wetterdienst.

Der Temperaturrekord für Luxemburg ist am Donnerstag, dem 25. Juli 2019 das letzte Mal gefallen. Damals hatte Meteolux am Findel 39,0 Grad gemessen. Eine Wetterstation des Landwirtschaftsministeriums in Steinsel stellte sogar 40,8 Grad fest. Ein Jahr später bricht das Großherzogtum einen neuen Rekord: „Mit einer Jahresmitteltemperatur von 11,3 Grad ist 2020 das wärmste Jahr, das seit 1947 an der Wetterstation am Flughafen Luxemburg-Findel beobachtet wurde; gefolgt von den Rekordjahren 2018 (11,1 Grad) und 2014 (10,8 Grad)“, schrieb Meteolux.

43 Grad in Spanien

Schon jetzt hängt über Ländern südlich von Luxemburg eine Hitzeglocke. Eine Hitzewelle in Spanien und Frankreich versetzt die Regierungen beider Länder in Alarmbereitschaft. Die Lage sei „äußerst beunruhigend“, sagte am Dienstag die spanische Umweltministerin Teresa Ribera. Die französische Regierung rief angesichts der dort ebenfalls erwarteten Hitzewelle zu „Achtsamkeit und Solidarität“ mit schwächeren Mitbürgern auf.

Im Süden Spaniens werden in den kommenden Tagen bis zu 43 Grad erwartet, gut zehn Grad mehr als im Juni üblich. In Frankreich soll es bis Samstag an einigen Orten um die 40 Grad heiß werden. Das Wetter sei für die Jahreszeit „nicht normal“ und auf die Erderwärmung zurückzuführen, erklärte der spanische Wetterdienst.

Die französische Premierministerin Elisabeth Borne versicherte, sie sei entschlossen, „den Schutz der Schwächsten zu garantieren“. Die Regierung habe bereits Vorkehrungen zum Schutz von Obdachlosen und alten Menschen getroffen, sagte Regierungssprecherin Olivia Grégoire. Sie kündigte ein Programm zur Begrünung von Innenstädten an, für das 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen.

Zunahme extremer Wetterphänomene 

„Die Hitzewelle zeigt deutlich, welchen Einfluss der Klimawandel bereits auf unseren Alltag hat“, sagte Grégoire. Sie verwies auf die Berichte des Weltklimarats, die vor einer Zunahme extremer Wetterphänomene warnen. Es könnte die früheste Hitzewelle im Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Frankreich werden.

Mehrere französische Wasserversorger haben zum Wassersparen aufgerufen. Sie appellieren zudem an den Staat, die Versorgung zu modernisieren, etwa durch besseres Aufspüren von Lecks in Leitungen und durch saisonabhängige Tarife. Nötig seien auch ein besserer Schutz von Feuchtgebieten und der Kampf gegen die Bodenversiegelung.

Derzeit gelten in einem guten Drittel der 101 Départements Frankreichs bereits Beschränkungen. Je nach Warnstufe wird das Bewässern von Gärten und Feldern rationiert; Autos dürfen nicht mehr gewaschen und private Pools nicht mehr gefüllt werden.

In Spanien und Frankreich war der Mai jeweils der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

So schützen Sie sich vor den Gefahren der Hitze

1. Genug trinken
Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sollte man am Tag zu sich nehmen. Deswegen soll man regelmäßig und ausreichend trinken, auch ohne durstig zu sein. Bei Hitze sollte man am besten auf Mineral- oder Sprudelwasser zurückgreifen. Quellenwasser oder das Wasser aus dem Hahn könnte eventuell nicht genügend Mineralien enthalten. Zusätzlich sollte man leicht gezuckerte Getränke, wie mit Wasser verdünnte Säfte, zu sich nehmen. Von Tee und Kaffee sowie zu stark zuckerhaltigen oder koffeinhaltigen Getränken sollte man die Finger lassen.

2. Im Schatten bleiben
Das Gesundheitsministerium rät dazu, sich der Sonne nicht übermäßig auszusetzen, insbesondere während der Mittagsstunde, wo die Temperaturen am höchsten sind. Wer dennoch in die Sonne möchte, sollte sich den Kopf bedecken und genug Sonnenschutz auftragen. 

3. Nicht überanstrengen
Auf intensive physische Aktivitäten oder Sport sollte man während der heißesten Tagesstunden verzichten. 

4. Die Innenräume kühl halten
Damit die Wohnung oder das Büro nicht überhitzt, sollte man Türen und Fenster geschlossen halten. Zusätzlich sollten die Rollläden dort heruntergelassen werden, wo die Sonne intensiv hineinscheint. Um die Räume zu lüften, wird geraten, von den kühleren Abend- oder Morgentemperaturen zu profitieren.