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«Die Ermittlungen der Polizei sind ein Witz»

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Der Prozess gegen zehn Angeklagte, die sich unter anderem wegen Drogen- und Autohandels verantworten müssen, ging gestern in die zwölfte Runde. Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren, weil sie eine kriminelle Vereinigung gebildet haben sollen.

Der Prozess gegen zehn Angeklagte, die sich unter anderem wegen Drogen- und Autohandels verantworten müssen, ging am Freitag in die zwölfte Runde. Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren, weil sie eine kriminelle Vereinigung gebildet haben sollen.

Die Hauptrolle soll der 32-jährige B. gespielt haben. Ihm wird nicht nur vorgeworfen, rund 160 Kilogramm Cannabis nach Luxemburg importiert zu haben, sondern auch Kokain und Speed. Zudem soll er illegal Autos verkauft und mehrere Dokumente gefälscht haben. Zusammen mit K. soll B. mehrere Male nach Belgien gefahren sein, um dort das Rauschgift zu erwerben. Beide sagten zuvor aus, der Mitangeklagte VDB. habe ihnen die Ware geliefert.

VDB. wurde am Freitag von den Richtern gehört. Er stritt ab, mit Drogen gehandelt und Geld von B. erhalten zu haben. «In diesem Prozess werden jede Menge Geschichten und Lügen erzählt. Ich war weder im Besitz einer Cannabisplantage noch war ich in den vergangenen Jahren im Drogenhandel aktiv. 2003 habe ich mit dem Rauschgifthandel aufgehört. Zurzeit sitze ich in den Niederlanden in Haft, weil ich einen Geldtransporter überfallen habe», erklärte der Mann. Auf die Frage des vorsitzenden Richters, warum VDB. sowohl B. als auch K. seine Privatadresse gegeben habe, antwortete er zunächst: «Wir haben bei mir zu Hause ein Kaffeekränzchen abgehalten. Das hatte nichts mit Drogen zu tun. Die gesamte Akte ist auf Lügen aufgebaut. Die Polizeibeamten haben eindeutig aus Behauptungen Fakten gemacht. Allerdings gibt es keinerlei Beweise.»

«Wir mögen Menschen nicht»

Laut VDB. würden nur die Aussagen von B. und K. gegen ihn sprechen. Doch die beiden würden «ohne Ende lügen». Nach einiger Zeit gab VDB. dann aber zu, dass die beiden Mitangeklagten nicht nur zum Kaffeekränzchen bei ihm zu Besuch waren: «Ich hatte den Überfall auf den Geldtransporter geplant und wollte, dass B. mir ein Fluchtauto liefert.» Die Behauptung, dass sich B., K. und VDB. auch in Luxemburg getroffen hatten, stritt der Angeklagte ab.

Zum Schluss des Verhörs meinte er: «Ich bin eine komische Person. Ich bin böse, das weiß ich. Ich lebe zusammen mit meiner Frau und 20 Tieren auf dem Land. Wir mögen die Menschen nicht. Ich will nun auch nicht mehr reden, weil ich weder für die Polizei noch für die Staatsanwaltschaft arbeite.»

Es drohen mehr als 20 Jahre Haft

Anschließend trat der Hauptangeklagte B. vor die Richter. «VDB. hatte das Pech, uns kennengelernt zu haben. Er war unser Opfer. Er hat uns keine Drogen gegeben, doch wir wollten Infos über die Cannabisplantagen. Wir wussten, dass er Leute kennt, die Plantagen betreiben. Unser Plan war, das Cannabis zu klauen. Doch die Plantage in Belgien war abgebrannt», sagte er.

Sein Geld habe B. nicht mit Drogen verdient, sondern mit dem Autohandel. Darüber hinaus betonte er mehrmals, dass er auch zum jetzigen Zeitpunkt lügen würde. «Genau wie alle anderen Beschuldigten lüge ich. Nur ich kenne die gesamte Wahrheit. Nur wenig von dem, was ich bisher gesagt habe, entspricht der Wahrheit», meinte B. vor den Richtern.

Er betonte weiter, dass die Ermittlungen der Polizei ein Witz seien. Es seien keine Drogen gefunden worden und die Beamten würden sich auf Behauptungen basieren. «Ihnen ist der Ernst der Lage angeblich nicht bewusst. Ihnen drohen 20 Jahre Gefängnis und zudem weitere sieben Jahre Haft wegen einer Verurteilung auf Bewährung», erwiderte der vorsitzende Richter.

Alles egal

Der Angeklagte sagte dazu: «Et ass mir alles egal. Här President, Dir hutt nach net verstanen, dass dat hei mir alles egal ass. Dir wëllt mech hei nerven. Nervt et Iech net, all Dag heihinner ze kommen? Wann ech 20 Joer Prisong kréien, dann ass dat eben esou.» Der Richter ging aber nicht weiter auf diese Aussage ein. Er antwortete lediglich: «Dir wëllt bei de Leit hei just een op decke Macker maachen.»

Mehrmals hatte das Gericht B. gefragt, wie oft er nach Belgien oder Holland gefahren sei, um sich Drogen zu beschaffen. Er blieb aber zunächst stur und stritt ab, mit Drogen gehandelt zu haben. Erst gegen Ende der Verhandlung gab er zu, Marihuana an den Mann gebracht zu haben – allerdings nur in kleinen Quantitäten. Der Präsident der Strafkammer wollte vom Hauptangeklagten wissen, warum er bereits zwei Mal seinen Rechtsanwalt gewechselt hat. «Ich musste das tun, weil die beiden vorherigen Verteidiger schlecht waren», antwortete B. ihm. Am 7. November geht der Prozess in die fünfte Woche.

Eine gute Entscheidung

Die Verteidiger aller Angeklagten verlangten von der Vertreterin der Staatsanwaltschaft, den Strafantrag vorzustellen, bevor es zu den Plädoyers der Rechtsanwälte kommt, denn die Beschuldigten würden wissen wollen, was ihnen genau vorgeworfen wird. Erst dann könnten die Plädoyers der Verteidiger vorbereitet werden. Ansonsten müssten sie sich auf Hypothesen der Ermittler stützen. Auch wenn die Vertreterin der Staatsanwaltschaft anderer Meinung war, entschieden die Richter, der Forderung der Rechtsanwälte nachzukommen. «Das ist eine gute Entscheidung», meinte Me Frank Rollinger.

Jean Michels
29. Oktober 2017 - 23.41

Wann éen als Auslänner an der Schweiz den Loyer 2 Meint net bezielt, flitt éen eraus! Fäerdeg!

Schuller piir
29. Oktober 2017 - 23.39

Weei huet am Prozess Bommeléeer e Polizist vun engem Kolleg gesoot: " Et war net déen schärfsten Kneip am Tirang!"

Schuller piir
29. Oktober 2017 - 23.34

Alles kéen Problem. Do wir net den eischten Verurteilten wou d'Famill op Keschten vun der Allgemenghéet durchgefiddert get. (RMG, office social, etc....). An aneren Länner gin se mol net an den Prisong gesaat, mée do get déi ganz Famill agepackt an zereck gesvheckt. Mir haalen se an bezuelen emmer an eiweg!!! Huet déen Typ säin Affekot selwer bezuelt oder stellen mir den och nach? Ech gesin dées vill ze vill. Mir get et esou lues dur.

Muller Guy
29. Oktober 2017 - 18.25

Een Onverbesserlechen! Do as Happ an Malz verluer. Verurteelen, seng Stroof ofsetzen ouni awer dann vun engem genau sou Mellen fréizeiteg raus geloss ze gin. An duerno hinschecken vun wou en mol eng Kéier komm as. Basta!

Blacky
29. Oktober 2017 - 15.03

Wo soll die Poizei bei so komplizierten Untersuchungen etwas zustande bringen ,diese sind schon ueberfordert wenn eine Strasse zugeparkt wird ,trotz Zeugen und Bildern ,wird unter Lagerleiterbefehlston gegen den Code de la Route verstossen und der den halben Tag parkende muss umparken ,der zuparkende darf bleiben !! Dasselbe bei Fahrerfluchten auf groesseren Parkplaetzen ( Hornbach) ,nach der Frage beim Inhaber, ob Kameras vorhanden sind (welche nicht vorhanden waren ) ,weder Zeugenaufruf in Zeitungen gemacht oder muss der Geschaedigte das tuen ,geschweige denn sage und schreibe 2 Monate um Bericht zu erhalten mit I Phone Bildern mit Superqualitaet Frage steht Auto drauf oder Schatten ,Schaeden nicht zu entziffern !! Kein Wunder dass selten eine Fahrerflucht geklaert wird ,es scheint die Berichte gehen sofort in die Muelltonne !!

Lucas
29. Oktober 2017 - 13.35

All di Ugekloten, sinn déi hei am Land ugemellt? Vu wat liewen déi offiziell? Hunn se all eng legal Aarbecht? 20 Joer Prisong schénge jo méi agreabel ze sinn, wéi all Dag schaffe goe mussen?