Dienstag, Punkt 7.30 Uhr: Der Schulhof des LCD-Gebäudes in der rue Joseph Merten füllt sich langsam, aber sicher. Vor der Schule fahren erste Busse vor. Dazwischen drängen sich so manche Personenwagen. «Ech si wahrscheinlech méi opgereegt wéi mäi Jong», sagt eine Mutter, die ihren Wagen nur sehr schlecht in die Parknische bekommt. «Ech fuere soss besser!” Der Sprössling verabschiedet sich lediglich mit einem kaum wahrnehmbaren Schulterzucken.
7.40 Uhr: Auf alle Bänke des Schulhofes werden Schnellhefter und Bücher gelegt, rundherum diskutieren Schüler. «Wir haben heute Morgen mit Musikgeschichte gleich unser Hauptfach auf dem Programm», sagt ein Schüler der F-Sektion. «Es geht also gleich ans Eingemachte.» Und weiter: «Ech brauch nach e bësse Rou a kucken nach séier eng Kéier iwwert dat, wat mer musse wëssen.» Beim Anblick des wohl 200 Seiten umfassenden Dossiers, das er in seinen zittrigen Händen hält, überlassen ihm die anderen einen Platz in einer ruhigen Ecke.
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