Erich Löwenstein, ein junger Kaufmann aus Mönchengladbach (damals München-Gladbach oder M.Gladbach), heiratete 1923 Berthe Hartoch aus Luxemburg. Im Jahr 1929 zog das Paar mit seinen Töchtern Margot und Edith von Mönchengladbach nach Luxemburg. In Luxemburg war Erich mit seinem Schürzengeschäft erfolglos und kehrte 1932 nach Deutschland zurück. Das Ehepaar trennte sich. Erich wurde 1938 in Mönchengladbach verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, wo er 1942 starb. Während Berthe in den 1930er-Jahren ihren Lebensunterhalt als Geschäftsführerin und dann als Angestellte bei der Banque Levy verdiente, wurde sie kriegsbedingt arbeitslos. Am 16. Oktober 1941 wurden Berthe und ihre Töchter von Luxemburg aus in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Berthe und Edith wurden in Chełmno umgebracht, während Margot in Litzmannstadt starb.
16. Juli 2023 - 11.49 Uhr
GeschichteDas tragische Schicksal der Familie Löwenstein-Hartoch

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