Es ist erst ein paar Monate her, dass in einer Escher Schule ein 19-Jähriger eine jüdische Mitschülerin antisemitisch beleidigte. Unter anderem hatte er zu ihr gesagt: „Du bist Jüdin. Man hätte dich vergasen müssen.“ Außerdem hatte er auf dem Schulgelände mehrfach den Hitlergruß gezeigt. Das Tageblatt berichtete im Juli über diesen Fall. Die Schule hatte zwar die Polizei verständigt, den Schüler allerdings nicht von der Schule verwiesen.
Der Fall habe zu Traumata bei mehreren Personen geführt, sagte Bernard Gottlieb, Präsident der Vereinigung „Recherche et information sur l’antisémitisme au Luxembourg“ (RIAL), der in Kontakt mit der Mutter der Schülerin stand. „Der angerichtete Schaden ist groß“, so Gottlieb. Die Mutter sorgte sich um den Gesundheitszustand ihrer Tochter. Das Tageblatt konnte sich im Gespräch mit der Mutter, der betroffenen Schülerin und zwei ihrer Mitschüler davon überzeugen, dass diese allesamt von der Situation und dem Verhalten des radikalisierten Schülers zutiefst betroffen und verunsichert waren. In der Schule wurde ein „Conseil de discipline“ einberufen. Der Rat entschied wegen des Verdachts auf das „Asperger-Syndrom“ bei dem Schüler, diesen nicht von der Schule zu verweisen.
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