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ForumBadeunfälle häufen sich im In- und Ausland, was läuft schief?

Forum / Badeunfälle häufen sich im In- und Ausland, was läuft schief?
 Foto: dpa/Marijan Murat

Als Präsident der ALIN (Schwimmlehrerverband) bin ich überrascht über die Leserbriefe, die sich mit dem Schwimmunterricht in der Grundschule beschäftigen. Vielleicht erinnern sich noch einige an die Petition (unter nager.lu findet man weitere Informationen) der ALIN-FGFC, die mit über 7.000 Unterschriften großen Anklang fand. Leider wurden im Bildungsministerium nicht die richtigen Schlüsse gezogen, und jetzt liegt das Kind im Brunnen. Die ALIN hat sich ab 2010 mit Händen und Füßen gegen das Grundschulgesetz zur Wehr gesetzt, leider ohne Erfolg. Weder Madame Delvaux-Stehres noch Herr Meisch waren an einer Lösung interessiert, die den Schwimmlehrern wieder einen festen Platz in der Grundschule ermöglicht hätte. Außerdem wurde im Schulgesetz von 2010 für alle anderen Angestellten des Bildungsministeriums eine saubere Lösung gefunden, nur die Schwimmlehrer wurden abgeschoben.

Auch wenn die Schwimmlehrer schlussendlich in den Text geschrieben wurden, so haben sie weder einen Auftrag noch eine definierte Aufgabe. Über 30 Jahre lang haben Schwimmlehrer den Schwimmunterricht leiten dürfen.

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HTK
4. Oktober 2020 - 12.08

@ruthenau, "Die Kinder können ja kaum lesen und schreiben,"???Gehen ihre Kinder nicht zur Schule?

Paul
17. August 2020 - 10.44

Es gibt genügend Sportlehrer und Schwimmbäder, somit könnten alle Kinder schwimmen lernen. Also keine Ausrede, hört auf zu jammern und nutzt die vorhandenen Strukturen!

ruthenau
12. August 2020 - 14.10

@HTK "Es geht nicht um’s Fliegen sondern um’s Schwimmen. Und da sowieso Sport auf dem Programm steht..." Religion stand auch mal auf dem Programm, das geht ruckzuck. Die Kinder können ja kaum lesen und schreiben, hätte man nicht besser, zeichnen, schwimmen, musizieren usw im Privaten der Schüler zu organisieren?

Laird Glenmore
10. August 2020 - 14.29

Diese Badeunfälle haben nichts aber auch gar nichts mit Schwimmunterricht in den Schulen zu tun, sondern sind alleine auf Dummheit oder Übermut der Opfer zurück zu führen, die erstens unbedacht ins fremde Gewässer springen oder sich ohne vorher abzukühlen körperlich überhitzt ins kalte Wasser springen und vielleicht einen Schlag bekommen, denn die Differenz von 35 ° draußen zu 20 ° im Wasser verkraftet nicht jeder Körper, dieses kann auch ein Schwimmlehrer nicht verhindern. Sonst müßten auch Fahrschullehrer zur Rechenschaft gezogen werden wenn Führerscheinneulinge kurz nach Erwerb tödlich verunglücken, man muß nicht immer die Schuld bei anderen suchen.

Realist
10. August 2020 - 10.31

Dass der verpflichtende Schwimmunterricht in der Schule immer mehr ins Hintertreffen gerät ist nur eine Ursache. Hinzu kommt auch eine enorme Selbstüberschätzung, insbesondere bei der jüngeren Generation. Schwimmen lernt man aber nicht mittels YouTube-Tutorials, und als Nichtschwimmer im tiefen Wasser auf einmal den Boden unter den Füssen zu verlieren ist nicht so lustig wie vielleicht in millionenfach geteilten Fail-Videoclips dargestellt. Ein weiterer Faktor, der insbesondere seit Beginn der Flüchtlingskrise nicht mehr vernachlässigt werden darf: In den meisten Ländern und Kulturkreisen Afrikas, des Nahen oder Mittleren Osten lernt kaum jemand schwimmen.

HTK
10. August 2020 - 8.52

@Feiereisen, Thema verpasst.Es geht nicht um's Fliegen sondern um's Schwimmen. Und da sowieso Sport auf dem Programm steht dürfte Schwimmen lebensrettender sein als 100-Metersprints. Was darf denn ein Kinderleben ihrer Meinung nach kosten?

Heeber
9. August 2020 - 20.05

So weit ich die diversen letzten 6-8 Unfälle verfolgt habe, waren es lauter Nicht-Einheimische, sondern Einwanderer resp. Touristen aus Bulgarien, Rumänien, Serbien usw. Mit anderen Worten, aufrüsten mit Dutzenden Schwimmlehrern hierzulande nutzt nichts.

de Schéifermisch
9. August 2020 - 16.48

Oft leider Leichtsinn und Onbesonnenheit.

Feiereisen
9. August 2020 - 16.45

@HTK "Schwimmenlernen müsste Pflichtfach in der Grundschule sein." Was denn noch? Die Kids können kaum lesen und schreiben, warum ihnen nicht außer Schwimmen auch noch das Klettern beibringen, dann fallen sie nicht so schnell von dem Bäumen. Ohne Schwimmbäder wären die Schulen viel billiger.

HTK
9. August 2020 - 13.52

Schwimmenlernen müsste Pflichtfach in der Grundschule sein.Die Infrastruktur ist fast überall vorhanden.Jetzt wo wir Lehrstunden eingespart haben durch die Bannung der Gotteslehre aus dem Unterricht,könnte man doch Leben retten indem man den Kleinsten zeigt wie man nicht ertrinkt ohne über's Wasser laufen zu können.