Wasser ist Leben – eine Botschaft, die man nicht oft genug wiederholen kann. Das Tageblatt widmete zwar erst am vorigen Freitag seinen Leitartikel „Das kostbare Nass“ der zunehmenden Wasserknappheit, doch neben dem Klimawandel fördern andere Aspekte den Mangel, wie z.B. der hohe Wasserverbrauch in der Produktion einiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Nehmen wir als Beispiel das „Superfood“ Avocado: Man kann die Frucht getrost als Symbol für einige der Widersprüche der westlichen Wohlstandsgesellschaft nehmen.
Es fehlt hier der Platz, um alles zur Avocado zu sagen, doch einige Fakten sind vielsagend. Die Produktion eines Kilos Avocados verbraucht z.B. mehr als 1.000 Liter Wasser. Sicher, Rind und andere Fleischsorten benötigen Unmengen mehr – ein Problem, auf das schon öfters aufmerksam gemacht wurde. Veganer begründen ihren Fleischverzicht u.a. mit dem hohen Wasserverbrauch bei der Fleischproduktion. Zudem wird die Frucht aber oft dort angebaut, wo ohnehin schon wegen des Klimawandels Wassermangel herrscht. In Chile z.B. müssen in einigen Gebieten Menschen Einschränkungen ihres Trinkwassers hinnehmen, weil Großgrundbesitzer ihre Avocados mit dem verfügbaren Wasser bewässern. Wie der deutsche Fernsehsender „das Erste“ einmal berichtete, müssen Anwohner dort deswegen mit Wasser aus Tanklastwagen versorgt werden.
Und ein Großteil der Produktion geht nach Europa. Viele Menschen mit einem ökologischen Bewusstsein wollen z.B. vegan leben (u.a. wird Avocado gerne als Butterersatz verwendet), und da die Frucht dazu noch sehr gesund ist, ist sie sehr gefragt. 2020 wurden etwa 373.000 Tonnen, hauptsächlich aus Südamerika, in die EU importiert. In klimatisierten Hallen reifen sie dann hier, bis sie „mundtauglich“ sind. Zu der Wasserproblematik kommt also mit dem Import noch die desaströse CO2-Bilanz hinzu.
der titel ist per se nicht falsch, müsste in dieser absolutheit aber korrekter- und kompletterweise lauten "Avocados: Gesund, aber umweltschädlich - Rindfleisch: ungesund und noch viel umweltschädlicher". die westliche luxusgesellschaft wird nicht besser wenn man in einem reisserischen artikel-titel die avocado schlecht macht - sondern wenn man alle probleme gleichberechtigt adressiert, resp. gemäss ihrem impakt. und ich denke das südamerikanische t-bone-steak, das überteuerte stück vom wagyu-rind, das in übersee produzierte futter für europäische rindviecher, ..., haben dann aber doch mehr impakt als die avocados.
Mam Frackinggas wou mer all kafen, mussen dAmis deelweis och dWaasser aus Plastikfläachen drenken well dGrondwaasser komplet vergast ass. Do brennt dWaasser aus der Leitung seguer...