Es wird gelockert! Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) haben in einem Pressebriefing am Mittwochnachmittag die Entscheidungen des Regierungsrats mitgeteilt. Der Rat hat seit langem wieder physisch getagt. Die Lockerungen betreffen eine ganze Bandbreite von Bereichen.
Zum einen wird die nächtliche Ausgangssperre nach dem 12. Juni wegfallen. Zudem wird auch im privaten Bereich gelockert: Ab dem 13. Juni dürfen wieder zehn Menschen anstatt von vier aus verschiedenen Haushalten zu Hause empfangen werden.
Die Regierung will zudem verstärkt auf ihr „3G+“-System – auch Covid-Check genannt – setzen. 3G steht für „gesond, getest oder geimpft“. „Mit dem Covid-Check sind eine ganze Reihe von Freiheiten verbunden“, sagt Gesundheitsministerin Paulette Lenert. Für viele dieser Freiheiten müsste man also vorzeigen können, dass man entweder vom Coronavirus genesen, darauf getestet oder geimpft ist. Das sei möglich mit den neuen Corona-Zertifikaten, die auf Papier und digital über myguichet erhältlich sein werden.
Lockerungen für den Horeca-Bereich
Auch im Horeca-Bereich wird es Lockerungen geben. Die Gastronomen müssten sich zwischen zwei Optionen entscheiden. Entweder alle Tische des Restaurants werden auf maximal vier Plätze beschränkt. In diesem Fall dürften sich dann im Innenbereich der Restaurants auch bis zu vier Personen gemeinsam an den Tisch setzen – ohne Test. Oder der Restaurateur könnte die pro Tisch verfügbaren Sitzplätze auf bis zu zehn erhöhen – dann müsste er das neue Covid-Check-System in seinem Restaurant einführen. Eine Kombination aus beiden Optionen sei laut Bettel nicht erlaubt. Zudem werde laut Bettel die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe aufgehoben. Es dürften sich auch wieder bis zu zehn Personen an einen Terrassentisch setzen – und das ohne Corona-Test.
Beider Minister kündigen außerdem eine Wiederbelebung des Nachtlebens an: Discos dürfen wieder 300 Menschen empfangen – die Voraussetzung, der Corona-Check. Bei Events ab 300 Menschen muss die „Santé“ eine Genehmigung erteilen. Bei Menschenansammlungen zwischen 11 und 50 Personen müsste der Mindestabstand von zwei Metern und das obligatorische Tragen der Maske eingehalten werden.
Die Lockerungen sollten jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden, meint Bettel: „Die Krise ist nicht vorbei.“ Darum werde es auch weiterhin Kontrollen geben. Sowohl der Premierminister als auch die Gesundheitsministerin appellieren weiterhin an das Verantwortungsgefühl der Bürger. Bettel sagt: „Es gibt keine Impfpflicht in diesem Land.“ Das Impfen sei aber die einfachste Lösung, um die Krise zu bewältigen.
Zu Demaart
Do ass ërem villes konzeptlos, iwert den bloën Knéi gebrach, de Schoss kann eventuell no hanne lass goën,wéi ëmmer virun d'Karr rennen.
Halleluja, die ausgangssperre kommt weg. da ist es mal wieder zeit für ein paar feststellungen. eingeführt wurde sie ende oktober, die horeca geschlossen wurde ende november. die terrassen machten anfang april wieder auf, die ausgangssperre macht erst mitte juni ihren abgang. dazwischen war bis auf die freizeitmöglichkeiten sonst fast alles auf, weihnachtsshopping, solden und autofestival wurden durchgezogen. eine ausgangssperre sollte allerletzte massnahme sein, und als allererste wieder aufgehoben werden. da erübrigt sich eigentlich jeder weitere kommentar. zwei müssen aber noch sein: die altenheimfälle werden ja nun aufgearbeitet, der large scale flop vom rechnungshof analysiert. das parlament MUSS auf eine totale aufarbeitung der coronakrise bestehen, via untersuchungssausschuss, damit wenigstens aus den fehlern gelernt werden kann. nr.2: die extrem theoretische aufregung einiger intellektueller (oder rechtswissenschaftler oder wie auch immer) über den état de crise - 3 monate, das ding steht nun mal in der verfassung und hat durchaus einen zweck, ob es einem gefällt oder nicht - stand in keinem verhältnis zur gefühlt nicht vorhandenen aufregung der gleichen menschen über die dauer-ausgangssperre von 7,5 monaten!!! für mich als laien ist eigentlich sehr klar, wo der bogen heftigst von der regierung überspannt wurde. zwei details noch: der luxemburger reist gerne, und es ist ja auch nicht verboten. vor und nach pfingsten gab es bei den large scale tests zuerst einen anstieg um 10.000 und dann einen rückgang um 11.000. die sowieso vorhandene einladung wurde zum test vor der ferienreise genutzt, das ist ja quasi de bonne guerre. bei den tests sur ordonnance - also verschrieben vom arzt, wegen symptomen (theoretisch) - war der anstieg zuerst 12.000 und der rückgang dann 15.000. d.h.: mehr als 10.000 gefälligkeitsverschreibungen, um einen kostenpflichtigen pcr-test vor der ferienreise zu umgehen. typisch luxemburgisch, so geht das halt im ländchen, wie bei so vielen dingen .... nr.2: in zwei wochenberichten ende märz wurde erstmals über positive schnelltests berichtet. die anzahl der positiven schnelltests, sowie die anzahl derer, die anschliessend durch einen positiven pcr-test bestätigt wurden. diese zweite info fehlt seitdem in den berichten. wieso??? in den beiden berichten wo vorhanden lag die bestätigungsrate durch pcr bei etwas unter 50% - der bekannte schwachpunkt der schnelltests (sehr anschaulich beschrieben u.a. auf science.lu). fehlt diese info deshalb seitdem?? es könnte die menschen ja davon abhalten diese tests regelmässig zu nutzen ... ich habe lange nichts mehr hier geschrieben, aber die kommunikations- und (des)informationspolitik ist weiterhin absolut desaströs. manche dinge ändern eben leider nie, wie so viele dinge im ländchen ....
Das Ganze hat leider den fahlen Beigeschmack eines Déjà-vu. Denn vor ziemlich genau einem Jahr war die Lage quasi identisch und die Lockerungseuphorie ebenfalls. Wir wissen jetzt zu was das bereits im Juli 2020 geführt hat. Ob die, doch noch ziemlich schwache, Impfquote diesmal den Unterschied machen kann ist mehr als fraglich zumal man ja weiss dass im Horecasektor die Restriktionen des öfteren "nicht so ernst" genommen werden. Zudem bleiben die jungen und somit ausgehfreudigeren Leute zum grossen Teil umgeimpft. Insofern wäre mir ein vorsichtigerer uns restriktiverer Weg lieber gewesen. Ein Wagnis!
Impfpflicht bleibt freiwillig aber mit sogenannter "Impfung" bekommen Menschen mehr Freiheiten... Das ist definitiv ein WItz, Grundrechte sind etwas was man nicht von der Politik bekommt oder was uns zugesprochen werden muss. Diese haben wir und ohne eines strafrechtliche Vergehen ist und muss der Genuss dieser garantiert bleiben. Sogar auch Gefängnisinsassen haben verschiedene Grundrechte die respektiert werden müssen. Erst wenn es an den Geldbeutel geht, dann wird wohl auch unser schönes Luxemburg erwachen.
Ich bin zwar auch jemand der sich nicht gerne Vorschriften machen lässt oder Bevormunden, aber was die Regierung hier abzieht grenzt ja schon fast an Fahrlässigkeit man sollte den ganzen Haufen vom Krautmaart wegen vorsätzlicher Gefährdung verklagen, was geht eigentlich in den Köpfen der Politiker vor das hat doch nichts mehr mit Verantwortung gegenüber dem Volk zu tun. So meine Damen und Herren Abgeordnete werden wir niemals Herr der Lage im Gegenteil es können immer neue Mutationen auftreten wo dann auch die Vaccine nicht mehr helfen, was passiert dann oder was kommt nach CORONA, von Weitsicht und klarem Verstand sind die Damen und Herren der Regierung weit entfernt. Ein besorgter Bürger.
Man fragt sich, warum bei 20 oder 30 voll-geimpften Leuten das Tragen der Maske erforderlich ist.
Freet mech, datt et biergop geet. Awer 10 ass déi nei 4, domm ass dat blöd, an dämlech ass dat neit beklappt a punkto Riedewendungen, déi engem schon zum Hals eraushänken.
Wou bleiwt en dann, den certificat 3g. Geimpft...?!