In einer entspannten Atmosphäre konnten an diesem Wochenende Kunstsammler und Kunstinteressierte Jagd auf alte und zeitgenössische Kunstobjekte machen. Rund 60 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten sämtliche Stilrichtungen und Epochen des Kunst- und Antiquitätenmarkts: Möbel, Design, Gebrauchsgegenstände, Deko- und Prunkobjekte, Schmuck, Silber, alte Bücher, Bronzearbeiten, alte und zeitgenössische Gemälde und Skulpturen, Gravuren, Glaskunst, Porzellan, Kaminuhren und noch vieles mehr.
Wie in der Vergangenheit warteten auf die potenziellen Kunden wieder sehr wertvolle und interessante Gemälde, etwa von Rembrandt oder ein Ölgemälde auf Leinwand von Nicolas Poussin.
Im Vergleich zu 2015 ist die Messe deutlich geschrumpft. Vor sieben Jahren stellten 120 Aussteller ihre Unikate auf einer Fläche von 4.500 m2 aus. Am Wochenende fanden sich nur noch 60 Aussteller auf 3.500 m2 Ausstellungsfläche ein.
Eine genaue Ursache für den Rückgang lässt sich nicht definieren, sagte Berater Jean-Pierre Defossé. Vor zwei Jahrzehnten zog die Messe noch um die 20.000 Besucher an, in den letzten Jahren waren es rund 5.000 bis 6.000. Mögliche Gründe könnten die Pandemie, der Ukraine-Krieg und die wirtschaftlichen Turbulenzen sein. Auf der anderen Seite bevorzugen Investoren Kunst, Antiquitäten und Immobilien als sichere und stabile Anlagen, so Defossé.
Negativ auf die Branche wirken sich zudem der Gesellschaftswandel sowie auch Todesfälle unter leidenschaftlichen Sammlern und Händlern aus. Junge Menschen hingegen zeigen immer weniger Interesse für das Gewerbe und die Sammelleidenschaften ihrer Vorfahren.
Trotz allem, so der Antiquitäten- und Kunstberater, muss man feststellen, dass die noch bestehende Kundschaft nach wie vor auf der Suche nach neuen Unikaten für ihre Sammlungen ist. Und das sind immerhin etwa 70 Prozent der Kundschaft. Lediglich ein Drittel besucht die Messe zwecks Erwerb von Einzelstücken, ohne jedoch eine Sammlung anlegen zu wollen.
Potenzielle Käufer konnten vor Ort auf ein Expertenteam zurückgreifen, um sich beraten zu lassen und zu informieren. Es ist aber nicht Aufgabe der Experten, einen Preis festzulegen oder vorzuschlagen, sie können lediglich Informationen über Qualität, Erhalt und Epoche der Gegenstände liefern.


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