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Air Liquide setzt auf Wasserstoff

Air Liquide setzt auf Wasserstoff

Der französische Konzern Air Liquide hat ein groß angelegtes Engagement bei Wasserstoff angekündigt. Wasserstoff sei die alternative Energiequelle der Zukunft, sagte der Vorstandsvorsitzende, Benoît Potier, auf der Aktionärsversammlung des Unternehmens.

Air Liquide ist Weltmarkt-Führer bei Gasen und bietet Technologien und Dienstleistungen für die Industrie sowie die Gesundheitsbereiche. Das Unternehmen beschäftigt 65.000 Arbeitnehmer und ist in 80 Ländern der Erde vertreten. Die Gruppe verzeichnet 3,5 Millionen Kunden und Patienten. Gegründet wurde das Unternehmen 1902. Größter Konkurrent ist die deutsche Linde-Gruppe.

Frankreich hat einen (zumindest psychologischen) Rückstand bei der Wasserstoff-Technologie aufzuholen, sagte Potier. Man sei aber dabei, sich jetzt aktiv um Wasserstoff zu kümmern. Wasserstoff sei für Züge, Lastwagen und Autos geeignet. Das Gas könne Benzin- und Dieselmotoren ersetzen. In einem Interview mit der französischen Tageszeitung Le Figaro zitiert Potier eine Studie des Beratungsunternehmens McKinsey, der zufolge der Anteil von Wasserstoff am Weltenergieverbrauch im Jahr 2050 bei 20 Prozent liegen soll. Würden sich die Prognosen bewahrheiten und würde Air Liquide nur ein Prozent davon produzieren, würde das Unternehmen seine Größe verdoppeln, so Potier.

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FSW
25. Mai 2018 - 10.15

Hallo Jemp, leider sind Ihre Aussagen zum Thema zum Teil stark veraltet. Hier ein paar Korrekturen: - in den heute verfügbaren Brennstoffzellenfahrzeugen wird der Wasserstoff bei 700Bar in gasdichten Kohlefaser-Tanks (Typ 4) gespeichert. Damit können die Fahrzeuge zum einen problemlos in jeder Garage abgestellt werden, zum anderen erreichen sie bei einem Fassungsvermögen von 5 bis 6,3 kg Wasserstoff reale Reichweiten von bis zu 700km - und das auch im Winter. - Das Tanken eines solchen Fahrzeuges dauert übrigens nur 3-5 Minuten. Da kommt auch in ferner Zukunft kein BEV mit. - Die Speicherung von Kryogenem, also flüssigem Wasserstoff wird heutzutage im PKW Bereich nicht mehr angewendet. Diese Technik findet höchstens im Schwerlastbereich Anwendung. Dabei liegt der Haltedruck der Tanks mittlerweile bei knapp 30 Tage. Erst danach wird ca. 12g Wasserstoff pro Stunde aus dem System gelassen. Am besten in Zukunft sich erst informieren und dann kommentieren. Beste Grüße, FSW

Jemp
24. Mai 2018 - 21.25

Was im Artikel nicht gesagt wird, ist, dass man Wasserstoff im Tank eines Autos nur begrenzt speichern kann. Es gibt 2 Systeme: 1) Wasserstoff wird in Hochdrucktanks gespeichert. Reichweite ~200 km, die Tanks sind sehr schwer und explosionsgefährdet. Der Wasserstoff diffundiert langsam durch die Metalltanks. In geschlossenen Garagen nicht abstellbar. Die Probleme ähneln denen von Batterieautos. 2) Tiefgekühlter Wasserstoff in isolierten Metalltanks. Nach 14 Tagen Standzeit ist der Tank leer, da man den Wasserstoff in Autos nicht kühlen kann und deshalb dauernd eine gewisse Menge abgelassen werden muss. Permanente Explosionsgefahr, in geschlossenen Gargen nicht abstellbar. Die Probleme sind genau entgegengesetzt der Batterieautos. Man kann zwar weit fahren, aber das Auto muss jeden Tag benutzt werden. Warum spricht niemand von der Methanolbrennstoffzelle? Sie ist CO2-neutral. Warum wird sie von den Konzernen nicht weiterentwickelt? Sie würde alle Probleme lösen, denn Methanol lässt sich leicht aus Wasserstoff und CO2 herstellen, und die Tankvorgänge und Tanks sind kaum anders als bei Benzin. Ausserdem könnte man Benzinmotoren (Otto-Motoren) mit minimalen Änderungen auch mit Methanol betreiben. Aber das wäre ein schlechtes Geschäft für die Konzerne, weil alte Automodelle weiter fahren könnten. Wie fast immer gibt es eine Lösung, aber die großen Konzerne und die Politik wollen nichts davon wissen, da damit kein Geschäft zu machen ist.