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Mobilität32 Staaten verabschieden sich vom Verbrennungsmotor – auch Luxemburg ist dabei

Mobilität / 32 Staaten verabschieden sich vom Verbrennungsmotor – auch Luxemburg ist dabei
Eine Reihe Länder und Autokonzerne haben sich für ein Ende des Verbrennungsmotors entschieden Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

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Der Autoverkehr gehört zu den größten Verursachern von Treibhausgasen. Beim Klimagipfel geht es nun darum, wie eine „saubere“ Mobilitätswende gelingen kann. Für den Verbrennungsmotor soll die letzte Stunde schlagen – zumindest, wenn es nach einigen Ländern geht. Unter anderem Deutschland will sich nämlich diesbezüglich noch nicht festlegen. Luxemburg ist aber dabei.

Wie der britische Gastgeber des Klimagipfels am Mittwoch mitteilte, wollen sich mehrere Staaten, sechs große Autohersteller sowie einige Städte und Investoren auf ein Enddatum für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor festlegen. Die beteiligten Regierungen wollen „darauf hinarbeiten, dass alle Verkäufe von neuen Pkws und leichten Nutzfahrzeugen bis zum Jahr 2040 weltweit und in den führenden Märkten bis spätestens 2035 emissionsfrei sind.“

Die Autokonzerne sollen demnach anstreben, spätestens 2035 in führenden Märkten nur noch emissionsfreie Autos und Vans zu verkaufen. Zu den beteiligten Unternehmen gehören der britischen Mitteilung zufolge Mercedes, Ford und General Motors. Luxemburgs Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“) hatte während eines Treffens der EU-Umweltminister im Oktober gesagt, dass Luxemburg schon bis 2030 einen Verkaufsstopp von Verbrennungsmotoren bevorzuge.

Aber: Auch Luxemburg hat sich der Deklaration der 32 Staaten zum Verbot von Verbrennungsmotoren am Mittwoch angeschlossen, wie ein Sprecher des Umweltministeriums dem Tageblatt bestätigt. „Mit der heutigen Deklaration möchten wir die Ambition zeigen, dass noch weitere Schritte gemacht werden können“, sagt der Sprecher. Man wolle aber auch eine gemeinsame europäische Lösung finden. Auf europäischer Ebene habe man 2030 als Datum angestrebt – sogar 2025 sei in Erwägung gezogen worden.

Ein komplettes Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 stelle die Erklärung aber nicht dar: „Das gilt nur für neue Zulassungen von Autos“, sagt der Sprecher. Menschen, die über einen Pkw mit Verbrennungsmotor verfügen, können den weiter benutzen, solange er für die Straße zugelassen ist. „Nur neue Autos müssen ab dem Stichdatum emissionsfrei sein.“

Deutschland will E-Fuels nicht ausschließen

Deutschland beteiligt sich zunächst nicht an einer Allianz der Staaten, die ein Enddatum für den Verkauf von Benzin- und Dieselautos festsetzen wollen. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums sagte am Mittwoch auf der Weltklimakonferenz in Glasgow, Deutschland werde die Erklärung zu Null-Emissions-Autos „heute nicht unterzeichnen“. Das sei das Ergebnis der regierungsinternen Prüfung.

Weiter sagte er, es bestehe innerhalb der Bundesregierung zwar Konsens, dass bis 2035 nur noch Null-Emissionsfahrzeuge zugelassen werden sollen, hob aber hervor: „Allerdings besteht nach wie vor keine Einigkeit in einem Randaspekt der Erklärung, nämlich der Frage, ob aus erneuerbaren Energien gewonnene E-Fuels in Verbrennungsmotoren Teil der Lösung sein können.“ Das Umweltministerium halte E-Fuels in Pkws mit Blick auf Verfügbarkeit und Effizienz „genau wie die Unterzeichnerstaaten nicht für zielführend“.

Hintergrund ist der Widerstand des noch geschäftsführenden Verkehrsministers Andreas Scheuer (CSU). Er hatte dem Vorstoß zuvor schon eine Absage erteilt. Die Erklärung berücksichtige den Antrieb mit synthetischen Kraftstoffen nicht, rügte er. Deshalb sei sein Ministerium dagegen.

Michael Fettes
12. November 2021 - 16.26

Nicht umsetzbar wo soll man den ganzen Strom herholen!

Zuang
11. November 2021 - 22.57

@JJ "Und wie bekommt der Niederländer seinen Wohnwagen nach Südfrankreich? Der " Die 100 Milliarden Subventionen an die Ölindustrie pro Jahr seit über 100 Jahren hat diese Idiotie erst ermöglicht, ein Appartement hinter einem Auto nachzuziehen über 1000 Kilometer. Dämlicher geht's doch gar nicht, da unten stehen ganze Dörfer leer.

Jennie
11. November 2021 - 18.46

@Jemp "Dann wird es wohl so gehen wie auf Cuba, wo heute noch dicke amerikanische Schlitten aus der Nachkriegszeit herumfahren." Ja, die fahren mit Rum, da sie sich kein Benzin leisten können, hier wir es in ein paar Jahren auch unbezahlbar sein, mal sehen ob die Verbrenner-Spinner dann auch noch hier zumzicken.

Olmert
11. November 2021 - 11.47

Bis dohi kascht de Liter 12€ an dat ass och gutt esou.

JJ
11. November 2021 - 9.21

"Luxemburgs Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“) hatte während eines Treffens der EU-Umweltminister im Oktober gesagt, dass Luxemburg schon bis 2030 einen Verkaufsstopp von Verbrennungsmotoren bevorzuge." Ob das auch noch so wäre wenn wir einige Autohersteller im Ländchen hätten? Kein Wort über den Wasserstoff-Motor? Der Hebel wird also wieder beim Kleinvolk angesetzt.Was ist mit Maschinen,LKW's,Flieger,Schiffen etc. Alle mit Batterie? Und wie bekommt der Niederländer seinen Wohnwagen nach Südfrankreich? Der ist doch 5 Tage unterwegs. Schöne Grüße aus den Kobaltminen im Kongo wo die Chinesen Sklavenarbeit betreiben lassen.

Observer
11. November 2021 - 5.26

Die Vernichtung der bösen Automobile durch massives Salz streuen hat bereits auf unseren Straßen begonnen!

Jennie
11. November 2021 - 0.06

@Klod "Die luxemburger gruenen sind bei jeder dummheit momentan dabei..ob sie 2030 oder 2035 auch noch in der regierung dabei sind…schaun wir mal." Natürlich werden die da sein, bis dahin sitzen alle Schwarze im Knast.

Nomi
10. November 2021 - 21.25

Amplatz Elektro ze subventionei'eren sollten mer di aal Diesel ohni Partikelfilter progressiv verschrotten ! Et wiir dem Klima mei' gehollef !

Wieder Mann
10. November 2021 - 21.01

Vielleicht sollten die Politiker und Grünfinken die Bürger aufklären mit welchen Mitteln und Zerstörung der Umwelt in Serbien ,Portugal das Lithium geschürft , verarbeitet wird. In Portugal , Covas de Barroso, sollen ganze bewaldete Bergketten im Tagebau von Lithium weichen. Die grünen Weltverbesserer nehmen mutwillig die Zerstörung großer Flächen von Kulturgut und Natur in Kauf.Luxemburg macht sich mitschuldig an der Zerstörung dieser Landschaften, der Zerstörung der Heimat von europäischen Bürgern. Die Politik verschweigt dieses Vorgehen und macht scheinheilig auf Naturverbundenheit, Klimarettung und zerstört munter weiter. Auch Gründenker um Thurmes,Bausch und co äußern sich nicht zum kontroversen Thema des Lithium , nein sie machen noch Werbung für E Mobilität, Lithium im Wissen was in Portugal vor sich geht. Sollten Sie es nicht wissen, die ausländische Presse hat zu Genüge berichtet, sind Sie fehl am Platze und Märchenerzähler. Die Bürger von Covas de Barroso stehen sicher gerne Rede und Antwort was der Tagebau Lithium an Zerstörung der Natur,Umwelt bringen wird

Grober J-P.
10. November 2021 - 20.31

Jemp, ich habe da eine andere Erfahrung gemacht. Habe offiziell über die Webseite des Ministeriums gefragt ob ich als Privatmann eine Ladestation auf meinem Privatgrundstück errichten dürfte. Die Frage wurde durch eine sehr freundliche Dame telefonisch, leider nur, bejaht. Verschiedene Bedingungen sind einzuhalten, wie z.B. nur zugelassene Ladestationen dürfen installiert werden. Bin am überlegen die Anfrage loszulassen, warte noch auf einen Installationspreis und ob der Fabrikant mitmacht, der muss nämlich die Zulassung beantragen. Creos habe ich nicht befragt! Wer hat denn nun das Sagen? Also Leute, Antrag stellen, wollen doch alle gutes Geld verdienen, es kann profitabel für jeden werden. Werde, wie in Junglinster, den H. Minister zur Einweihung "zulassen".

Jemp
10. November 2021 - 19.06

Dann wird es wohl so gehen wie auf Cuba, wo heute noch dicke amerikanische Schlitten aus der Nachkriegszeit herumfahren. Denn wir wissen ja alle: Ein Elektroauto mit Batterie ist ein Spielzeug, mit dem man nicht weit fahren kann, für die meisten nicht zu gebrauchen. Und ohne massig neue Atomreaktoren werden wir sie auch nicht laden können. Nachhaltige Energie aus Windmühlen und Solarzellen sind grüne Spinnerträume. Und fragen Sie mal bei Creos nach, ob Sie eine Ladestation in ihrem Haus oder gar in einer Appartementwohnung installieren dürfen. Fragen Sie und staunen Sie!

Klod
10. November 2021 - 19.00

Die luxemburger gruenen sind bei jeder dummheit momentan dabei..ob sie 2030 oder 2035 auch noch in der regierung dabei sind...schaun wir mal.

J.C. Kemp-Romeo
10. November 2021 - 18.40

Da mussen ons national Autoskonstrukteuren elo mat dem gudde Beispill virgoen!